Corona. Und jetzt? – Der Podcast: Endlich Urlaub!

Endlich – bald ist Urlaub! Bei uns in NRW fangen in gut vier Wochen die Sommerferien an und irgendwie wollen viele mal wieder raus… richtig Urlaub machen. Geht das überhaupt? Und was müssen wir dabei beachten? Die Antworten darauf gibt es in dieser Ausgabe. Außerdem gehen wir der Frage nach: Wird das Händeschütteln aus unserem kollektiven Gedächtnis verschwinden?

Corona-Zahlen weiter im Sinkflug

Wir blicken erst noch schnell auf die aktuelle Corona-Lage in NRW: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut meldet heute (10. Juno 2021) einen Wert von 20,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – deutlich weniger als gestern mit über 23. Und laut RKI liegen von den insgesamt 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW nur noch Hagen (50,9) und Bonn (44,3) über der Inzidenz-Schwelle von 35. Die niedrigsten Zahlen werden weiter aus dem Münsterland gemeldet: Coesfeld hat mit 5,4 den niedrigsten Wert im Land, gefolgt von Münster mit 6,3. Soweit zu den Zahlen – jetzt zum Urlaub.

Endlich wieder Urlaub!

Die Autobahnen werden voller sein denn je – die Flughäfen, werden aus allen Nähten platzen… sobald sich die Corona-Lage wieder beruhigt. Und danach sieht es ja aus – so ganz allmählich. Es gibt einen riesigen Nachholbedarf beim Reisen und Urlaub machen. Findige Beobachter haben dafür schon einen Fachbegriff gefunden – und das ist Revenge-Travel – also Rachereisen. 

Werden uns wieder mit Händeschütteln begrüßen?

In der Redaktion ist uns da vor kurzem das Thema Händeschütteln über den Weg gelaufen. Wir haben festgestellt, dass sich verständlicherweise niemand mehr die Hand gibt… und wie selbstverständlich das inzwischen geworden ist. Seit Corona schlagen wir uns stattdessen zur Begrüßung unsere Fäuste, Füße oder Ellenbogen gegeneinander. Meine Kolleginnen Natascha Wittmaack und Julia Vorpahl haben mit einem Benimm-Experten darüber gesprochen – mit Stefan Biggeleben. Und die erste Frage an ihn ist: Wie der Händedruck aus unserer Kultur komplett verschwinden?

Corona und die Fußball-EM

Genau zum Beginn der Fußball-EM sinken die Hürden für einen Kneipenbesuch. Trotzdem: Rudelgucken eng zusammen, das wird trotzdem nicht gehen. Egal ob im Biergarten oder in der Kneipen: Abstand halten ist angesagt. Aber immerhin: Man darf wieder in die Kneipen – ohne Test- oder Impfnachweis.

Corona. Und jetzt? – Der Podcast: Wie urlaubsreif sind wir?

Großes Interesse an Urlaubsbuchungen im Norden: Nachdem ohnehin Schleswig-Holstein aufgrund hervorragender Corona-Infektionszahlen das Bundesland für Touristen fast vollständig öffnet, ziehen auch Niedersachsen und Bayern nach. Urlaub außerhalb NRWs ist also bald schon wieder möglich.

Urlaub in der Corona-Pandemie: Ein Hotelchef aus Mecklenburg-Vorpommern berichtet

In den Tourismuszentralen der Inneren Lübecker Bucht, der Schleiregion, des Kreises Nordfriesland und der Gemeinde Büsum laufe nach Angaben der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein beispielswiese die Telefone heiß. Auch auf Rügen in Mecklenburg-Vorpommern bereitet man sich auf einen Ansturm vor. Dort arbeitet Boris Bergen, der Gästehäuser und Ferienwohnungen bewirtschaftet. Was er für Gedanken zur Perspektive hat, wie er die Situation für Geimpfte und nicht geimpfte Personen einschätzt und ob es Sinn macht, vorerst nur Touristen aus dem eigenen Bundesland zu begrüßen, das erklärt er José Narciandi im Interview in der neuen Episode.

Corona. Und jetzt? – Der Podcast: Lockdown-Fragen

Stell dir vor, es werden Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung beschlossen, aber kaum jemand blickt da noch durch. So oder so ähnlich ist die Lage: Fast 13 Stunden lang haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in dieser Nacht beraten. Das Ergebnis ist ein harter Oster-Lockdown und für Nordrhein-Westfalen das Ziehen der Notbremse. Und: Viele offene Fragen. Die versuchen wir heute zumindest beim Namen zu nennen. Heute – das ist Dienstag der 23. März 2021.

Ostern geht es in den harten Lockdown

Ostern wird wieder mal anders als gewohnt. Obwohl Frühling ist, schicken Kanzlerin und Ministerpräsidenten Deutschland für fünf Tage in den Winterschlaf. Vom 1. April bis einschließlich 5. April soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen.

Viel Streit zwischen Merkel und den Ministerpräsidenten um die Urlaubs-Frage

Es hatte schon am späten Nachmittag viel Streit über das Thema Urlaub gegeben. Einige Bundesländer – vor allem die im Norden – also beispielsweise Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern waren dafür, dass über Ostern ein sogenannter kontaktarmer Urlaub erlaubt wird. Also nur in Ferienhäusern, zum Beispiel. Und da soll Kanzlerin Merkel der Geduldsfaden gerissen sein. Sie soll wütend sinngemäß gesagt haben, dass einfach nicht die Zeit für solche Schritt sei… und dann wurde die Sitzung für etwa sechs Stunden unterbrochen. Nach dieser Unterbrechung kam dann direkt der Vorschlag von Merkel für einen hammerharten Lockdown über Ostern.

NRW zieht ab Montag die Notbremse

Bei uns in NRW setzt definitiv die Notbremse ein – das hat Armin Laschet diese Nacht um viertel vor drei angekündigt. Das bedeutet: Lockerungen, die schon existieren, wie Öffnungen von Geschäften, Museen und Sportanlagen werden zurückgenommen. Bedeutet auch, dass nicht länger mit Terminen frei in Geschäften eingekauft werden kann, sondern wieder nur bestellt und die Ware dann im Laden abgeholt werden kann. Diese Notbremse greift ab nächster Woche. Schulen und Kitas bleiben bis zu den Osterferien – also noch diese Woche geöffnet.

Notbremse klingt ja erstmal gut, das klingt vor allem danach, als würde jetzt schnell reagiert werden… ganz so ist es aber nicht: Die Notbremse soll ab Montag greifen. Warum so spät? Offiziell, weil die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung bis Sonntag gilt. Inoffiziell müssen auch da juristisch Dinge sauber geklärt werden – so eine Klatsche vor Gericht, wie gestern, als das oberste Verwaltungsgericht in NRW Teile der Click and Meet-Regeln kassiert hat, will man vermeiden.

Noch gibt es offene Fragen zum Oster-Lockdown

Und dieser harte Lockdown über Ostern soll so ablaufen: Vom 1. bis einschließlich 5. April, also vom Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu durchbrechen. Nur am Karsamstag soll der Lebensmittelhandel öffnen dürfen.

Da sind aber noch einige Dinge ungeklärt, denn: Den völligen Stillstand zwischen Gründonnerstag und Ostermontag werden wir ja nicht wirklich haben, wenn am Samstag Lebensmittelläden aufmachen dürfen. Da sind noch mindestens zwei Fragen offen. Einmal die Frage, was Lebensmittelladen genau bedeutet… ob zum Beispiel Geschäfte, die auch viel Elektronik und Textilien verkaufen, öffnen dürfen… was bedeutet das für den Drogeriehandel. Und ungeklärt ist auch, ob der Gründonnerstag nun auch juristisch zu einem Feiertag erklärt wird. Das hat Auswirkungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese Fragen werden gerade geklärt – das stimmen die Bundesländer untereinander ab – wann da Antworten kommen, ist unklar.

Corona. Und jetzt? – Der Podcast: Lose Leine nun doch auch in NRW.