Portugal wird Virusvarianten-Gebiet – Homeoffice-Pflicht läuft aus: Das Corona Update vom 29. Juni 2021

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht trotz der Delta-Variante bei uns in Deutschland weiter zurück. Die Gesundheitsämter haben in 24 Stunden 404 neue Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird mit 5,4 angegeben. Vor einer Woche lag sei bei 8,0. Auch bei uns in NRW ist die Corona-Wocheninzidenz auf niedrigem Niveau weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt sie bei 5,6. Innerhalb eines Tages wurden 108 neue Fälle gezählt.

Quarantäne für Portugal- und Russlandurlauber

Während sich bei uns die Corona-Lage weiter entspannt, siehts in Europa hier und da anders aus – beispielsweise in Portugal und Russland. Beide Länder gelten seit Dienstag, 29. Juni, als Virus-Variantengebiete. Im Fall von Portugal betrifft das vor allem viele Urlauber. Die Rückkehrer aus beiden Ländern müssen in Quarantäne. Für andere Reise-Rückkehrer bleibt erstmal alles so, wie es ist.

Dafür werden die Balearen strenger: Nach der Ansteckung von rund 1000 Schülern mit dem Coronavirus auf Mallorca hat die Regionalregierung der Balearen die Einreiseregeln verschärft. Das betrifft im Moment allerdings nur Teilnehmer von organisierten Gruppenreisen. Die Schüler kommen aus fast allen Teilen Spaniens und waren im Rahmen von Abschlussfahrten nach Mallorca gereist.

Seehofer kritisiert die UEFA

Bundesinnenminister Seehofer hat an die UEFA appelliert, die Zuschauerzahlen bei der Fußball EM wegen der Pandemie deutlich zu reduzieren. Das Verhalten sei unverantwortlich, sagte Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“. Für das Achtelfinale England gegen Deutschland heute sind 45.000 Zuschauer zugelassen.

Das beliebte Homeoffice

Die Corona-Krise hat das Homeoffice  – so wie es aussieht – sehr beliebt gemacht. Laut „DAK“-Umfrage können sich 57 Prozent der Deutschen vorstellen, auch in Zukunft die Hälfte ihrer Arbeit von zuhause aus zu erledigen. 60 Prozent glauben außerdem, dass sie zuhause produktiver sind als im Büro. Morgen endet für die Arbeitgeber die Pflicht, Homeoffice anzubieten. Die Arbeitgeberverbände freuen sich darüber. Die Gewerkschaften fordern auf der anderen Seite einen dauerhaften Mix aus Homeoffice und Präsenzarbeit – wenn der Arbeitnehmer das möchte.

EM startet – Lauterbach hält Public Viewing für möglich: Das Corona Update vom 11. Juni

Am 11. Juni startet die Fußball EM und wahrscheinlich haben auch andere Teams mal eine Chance gegen die Tiki-Taka-Künstler aus Spanien. Denn einige Kicker des spanischen EM-Teams wurden heute kurz vor dem Start noch schnell durchgeimpft. Grund waren zwei Corona-Fälle im Team. Die Spanier hoffen, dass durch die Impfung weitere Fälle verhindert werden können, und sie hoffen wohl auch darauf, dass es keine heftigen Nebenwirkungen bei Spielern gibt.

Es startet auch eine weitere Großveranstaltung: der G7-Gipfel im englischen Cornwall. Ebenfalls ist unter den Beteiligten auch die Aufregung groß – denn im Hotel von Merkels Sicherheitsleuten hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Einer von Merkels Security-Leuten ist in Quarantäne. Die Kanzlerin wird trotzdem am Gipfel teilnehmen. Sie ist ja geimpft.

Lauterbach: Public Viewing möglich – Warnung vor vierter Welle bleibt aber

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hält doch tatsächlich Public Viewing Veranstaltungen während der Fußball-EM für möglich – für Geimpfte, Getestete und Genesene. Und wenn er das sagt, dann muss das Infektionsrisiko quasi unter 0% liegen. Er plädiere dafür, dass während der EM die Außengastronomie länger geöffnet bleiben sollte, damit sich die Menschen auch weiter draußen aufhalten.

Trotz alledem hält es Lauterbach weiterhin für plausibel, über eine vierte Welle im Herbst zu sprechen: „Wir sind in einer Situation, wo wir in Innenräumen Probleme bekommen können. Wenn die indische Variante kommt und davon gehe ich aus, bedeutet das, dass sich Ungeimpfte damit infizieren könnten – auch Kinder“, so Lauterbach gegenüber ntv.

Digitaler Impfnachweis ab Montag

Der neue digitale Impfnachweis startet ab Montag – dann kann man seinen analogen Impfnachweis digitalisieren lassen und hat ihn dann griffbereit in einer App auf dem Smartphone. Allerdings braucht man in NRW wohl wieder einmal Geduld. Die Praxen und Impfzentren werden noch keine elektronischen Impfzertifikate ausstellen können, so die Kassenärztlichen Vereinigungen. Damit bleibt am Anfang für vollständig Geimpfte nur der Weg über die Apotheken zum digitalen Impfnachweis. Einige von ihnen wollen bereits am Montag mit diesem Service starten.