Kinder sind zurück in den Schulen: Das Corona Update vom 31. Mai 2021

Einige Schüler dürften heute in NRW aufgeregt gewesen sein: Seit heute gibt es wieder ganz normalen Unterricht: „Mit alle-Mann im Klassenraum“ – alle Mitschüler sehen. Nebeneinander im Klassenraum sitzen. Nicht mehr am Computer hängen, um zu lernen.

Endlich wieder „normaler“ Unterricht?

Es ist Monate her, dass sowas selbstverständlich war. Für die restlichen fünf Wochen bis zu den Sommerferien geht es wieder jeden Tag zur Schule. Und das gilt für alle Schulformen. Aber nicht für alle Städte: In Hagen und Remscheid bleibt es erstmal beim Wechselunterricht, weil diese beiden Kommunen noch nicht stabil unter der Inzidenz von 100 liegen. Man muss an fünf Werktagen in Folge unter 100 liegen. Aber das ist auch in den beiden letzten Kommunen nur noch eine Frage der Zeit. Für die Schüler, die wieder täglich zum Unterricht gehen heißt das aber auch – die strengen Hygiene-Regeln mit regelmäßigen Tests und Maskenpflicht – auch im Unterricht gehen weiter. Die Tests wiederum sorgen für neuen Ärger: Ab heute müssen die Schulen den Schülern auch Bescheinigungen über einen negativen Test ausstellen. Das gilt sowohl für die Schnelltests als auch für die PCR-Tests. Das regt die Lehrergewerkschaften auf. Sinngemäß heißt es da: Die Schulen würden als Testzentren missbraucht.

Test-Betrüger sind am Werk

Die Tests sorgen auch auf anderen Ebenen für Ärger: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben über den Betrugsverdacht bei einigen privaten Corona-Teststellen diskutiert. Jetzt soll es strengere und häufigere Kontrollen geben. Offen ist aber, wer die Kontrollen durchführen soll. Die Kommunen, der Bund und die Kassenärztliche Vereinigung schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Einigen Teststellen wird vorgeworfen, deutlich mehr Tests abgerechnet zu haben als tatsächlich durchgeführt wurden – auch bei uns in NRW. Pro Test zahlt der Staat aktuell 18 Euro – auch diese Summe soll auf den Prüfstand, weil die Tests insgesamt billiger geworden sind.  

Warnung vor Langzeitfolgen von Covid-19

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor den Langzeitfolgen nach einer Corona-Erkrankung. Es gebe viele Formen von Long-Covid, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er geht davon aus, dass sich die Zahl der Patienten mit chronischer Erschöpfung verdoppeln könnte – und das werde auch die Arbeitswelt zu spüren bekommen. Betroffene würden womöglich lange nicht so leistungsfähig sein wie früher. Sie würden mehrfach im Jahr ausfallen. 

Zum Schluss dann doch etwas Zuversichtliches: Die Corona-Zahlen sind bundesweit weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut meldet 1.978 Neuinfektionen. Das sind rund 700 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 35.

War es doch ein Laborunfall? Das Corona Update vom 25. Mai 2021

58,4 – das ist die heutige Inzidenz in Deutschland. Bundesweit sind wir also weiter auf einem guten Weg, wenn man die Zahlen so sieht. Letzte Woche Dienstag war die Zahl noch bei 79,5. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir ein langes Wochenende hatten und deswegen auch weniger Neuinfektionen gemeldet wurden. Aber wir haben einfach mal die Hoffnung, dass trotz der Öffnungen von Außen- und Innengastronomie die Zahlen weiter runtergehen und nicht steigen.

FDP und Linke fordern konkrete Schritte für niedrige Inzidenz im Sommer

Die 35er-Schwelle bei der Sieben-Tage-Inzidenz dürfte, wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht, gerne diesen Sommer konstant unterboten werden. Er hatte der Bild am Sonntag als Zielmarke für Lockerungen im Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt. Dafür bekommt er aber nun Kritik von der FDP- und Linksfraktion. Sie fordern konkrete Problemlösungen anstatt „schwurbeliger Ankündigungen“. Die Probleme lägen bei Impfstoffmangel, schlechten Testsituationen in Schulen und Wechselunterricht.

Mehrheit der Deutschen für baldige Rückkehr zum Präsenz-Unterricht an den Schulen

Apropos Wechselunterricht. Der würde nach dem Wunsch von fast zwei Dritteln der Deutschen bald vorbei sein. Das hat eine Civey-Umfrage für die FDP ergeben. Deutliche Mehrheit der Befragten wünscht sich demnach eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht – wenn Test- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

USA: Hinweise auf Labor-Unfall als Quelle der Corona-Pandemie

Und zum Schluss kommt wie fast so häufig nochmal Donald Trump um die Ecke. Der Ex-US-Präsident hat den Corona-Virus ja schon während seiner Amtszeit als „China-Virus“ betitelt. Er wollte damals schon seine Theorie untermauern, das Virus entstamme aus einem Labor-Unfall. Jetzt bekommt er tatsächlich Unterstützung für die Theorie. Selbst US-Chef-Virologe Fauci schließt nicht mehr aus, dass ein Laborunfall am Virusforschungsinstitut von Wuhan den Corona-Virus hat entstehen lassen. In einer Zeitschrift antwortet er auf die Frage, ob er an eine natürliche Entstehung des Virus glaube, dass er nicht mehr davon überzeugt sei und die Herkunft weiter untersucht werde.

Zurück in die Schulen: Das Corona Update vom 19. Mai 2021

Pünktlich zum Pfingstwochenende lockern einige Nachbarländer die Corona-Verbote. In Österreich öffnen heute die Cafés und Restaurants auch die Innenbereiche. Zudem sind Hotelübernachtungen wieder unter Auflagen erlaubt. In Frankreich startet heute die Außengastronomie. Am 9. Juni sollen dann auch die Innenräume geöffnet werden.

Aufzuhebende Impfpriorisierung: Ärzte mahnen zu Geduld

Ab 7. Juni, darf sich ja jeder impfen lassen. Die Impfpriorisierung fällt dann weg. Doch das sorgt weiter für heftige Diskussionen. Denn nicht wenige fürchten ein „Hauen und Stechen“ in den Praxen, um an einen Impftermin zu kommen. Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz wiederholte im ZDF bereits mehrfach geäußerte Beobachtungen von Medizinern:

„Der Druck auf die niedergelassenen Ärzte, die Praxen, das wirklich robuste Auftreten, das Einfordern in den Impfzentren, das wird stärker.“

Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz im ZDF

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte heute, dass jeder, der ab dem 7. Juni geimpft werden will, Geduld mitbringen muss:

„Nicht jeder Bundesbürger kann ab dem 7. Juni am nächsten Tag eine Impfung haben. Aber die Wartezeit, die dann noch ansteht, die ist sehr überschaubar.“

Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Digitale Impfpässe wollen die Hausärzte aber nur für die eigenen Patienten ausgeben. Praxen seien schließlich keine Bürgerämter, so KBV-Chef Gassen.

Laschet: Alle Schüler in NRW ab dem 31. Mai wieder in die Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern gedämpft. Die Impfstoffentwicklung werde wohl noch etwas dauern. 

Trotzdem sollen in Nordrhein-Westfalen alle Schüler ab dem 31. Mai landesweit wieder zurück in die Schule. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet heute angekündigt. Der Präsenzunterricht gilt für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Fußball EM: Toni Kroos geht es schon etwas besser

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat sich aus der Quarantäne gemeldet. Er habe sich bei seiner Frau mit dem Corona-Virus angesteckt, so Kroos in seinem Podcast – so weit gehe es ihm aber gut:

„Also das Fieber ist ein bisschen runter. Ich kann nicht versprechen, dass das nicht noch einmal kommt. Insgesamt ist es schon so, dass ich schlapp bin, also man merkt das schon. Es bleibt dabei: Ich kann das keinem weiterempfehlen“.

Toni Kroos, EM-Spieler

Bleibt noch eine wichtige Frage zu klären. Ist womöglich die EM-Teilnahme des Chefstrategen der Nationalmannschaft in Gefahr? Dazu Kroos:

„Auf jeden Fall werde ich natürlich bereit sein. So viel kann ich schon mal sagen“:

Toni Kroos, EM-Spieler

Corona Update – Der Podcast: 5. März 2021

Tja, wären wir mit dem Impfen mal so schnell wie die Briten. Die haben ihre Handtücher jetzt schon ausgerollt. Zypern lässt ab Mai nämlich geimpfte Touristen aus Großbritannien einreisen. Ein negativer Test ist dann nicht mehr nötig. Wie es bei uns mit dem Oster-Urlaub aussieht, das wird wohl erst bei der nächsten Sitzung der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 22. März beschlossen.

Corona-Schnelltests in den Discountern

Ab morgen gibt es bestimmt wieder Schlangen bei ALDI. Der Discounter verkauft nämlich als erster Selbsttests. In der kommenden Woche folgen dann auch Rossmann und DM. Bei den kostenlosen Schnelltests, die ab Montag eigentlich bundesweit starten sollten, könnte es in Nordrhein-Westfalen zu Beginn noch einige Engpässe geben, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl Josef-Laumann: „Wir werden sicherstellen, dass unsere Apotheken das auch außerhalb der Apotheke machen dürfen. Es gibt sehr viele Anbieter auch von großen, bekannten Ketten aus dem Drogeriebereich, die haben wir ja auch in allen Städten, so dass ich sicher bin, dass wir diese Struktur ganz schnell aufgestellt kriegen“. Die Selbsttests könnten schon bald ein wichtiger Baustein sein, um zum Beispiel wieder ins Kino, Theater oder Restaurant gehen zu können. In NRW wäre das ab 22. März im Außenbereich möglich, und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auch schon eine Idee, wie das praktisch aussehen könnte: „Tisch 15, fünf Leute, kommt um 19.15 Uhr, da ist draußen vielleicht ein kleines Zelt aufgebaut, macht den Selbsttest unter Aufsicht, kriegt dabei ein Getränk, geht dann rein“.

Robert Koch Institut hat weiter Angst vor Mutationen

Sorgen bereitet dem Robert Koch Institut weiter die Ausbreitung der britischen Virusmutation. Mittlerweile liegt der Anteil bei 40 Prozent – und das RKI rechnet darum mit weiter steigenden Infektionszahlen. Aber es zeigen sich auch erste Erfolge beim Impfen. RKI-Chef Lothar Wiehler: „Was mich auch sehr freut, dass in den Altersgruppen, in denen geimpft wird, auch die Inzidenzen deutlich zurück gehen – also besonders bei den über 80-Jährigen“. Ab Ende März soll auch in den Hausarztpraxen in NRW geimpft werden. Die ersten sind die chronisch Kranken.

Kita-Betrieb in NRW weiter eingeschränkt, Schulen bald komplett offen

In NRW bleibt der Kita-Betrieb bis mindestens Ostern eingeschränkt, so NRW-Familienminister Joachim Stamp heute. Ab 15. März holt NRW auch alle Schüler der weiterführenden Schulen wieder zurück – zumindest tageweise. Der Wechselmodus soll dann bis zum Sommer gelten und kein Schüler soll länger als 1 Woche ohne Präsenzunterricht bleiben.

Corona Update – Der Podcast: 4. Januar 2021