Gedenkfeier für Corona-Opfer: Das Corona Update vom 30. Juni 2021

Im NRW-Landtag hat es heute eine offizielle zentrale Gedenkstunde für die Opfer der Corona-Pandemie gegeben. In der bewegenden Zeremonie hat unter anderem Ministerpräsident Armin Laschet an die Opfer aber auch an die vielen Helfer erinnert.

Bewegende Worte für die Opfer der Pandemie

„Keiner von uns – weder in Deutschland noch in einem anderen Land der Welt – war vorbereitet auf das, was seit März 2020 über uns gekommen ist“, sagt Landtagspräsident André Kuper, der in Worte fasste, was alle Teilnehmer an dieser Zeremonie bewegte: Es waren Angehörige und auch Ärzte, Pfleger und Seelsorger. Seit Ausbruch der Pandemie sind in NRW 17.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Im Landtag wurden für die Opfer Kerzen angezündet. Und der Landtagspräsident hat auch an alle die erinnert, die wegen der strengen Corona-Regeln Opfer bringen mussten: „Wie in kaum einem anderen Ereignis in der jüngeren Geschichte haben die staatlich eingeleiteten Maßnahmen, Menschenleben zu schützen, bei der Corona-Pandemie jede und jeden Einzelnen direkt betroffen. Ja – wie sollte es anders sein – es sind auch Fehler gemacht worden.“

Ministerpräsident Armin Laschet hat in einer sehr offenen Rede für eben diese Fehler um Verzeihung gebeten: „Manche sagen, dass auch die Einsamkeit, die soziale Isolation zum Tod eines geliebten Angehörigen geführt hat. Ich glaube das stimmt. Auch dem müssen wir, die wir Verantwortung tragen, uns stellen. Die Entscheidungen, die dazu geführt haben, dass Menschen einsam sterben mussten, waren ein gravierender Fehler. Mir bleibt nur, die Angehörigen von ganzem Herzen um Verzeihung zu bitten.“ Und Laschet dankte allen Helfern, die für die Covid-Patienten und deren Angehörige da waren: „Ihnen allen möchten wir heute unsere Anerkennung und unseren größten Respekt ausdrücken. Viele Leben konnten gerettet viel Leid gelindert und vermieden werden, weil Sie alle über Monate hinweg bis zur Belastungsgrenze – und oft weit darüber hinaus – beinah Übermenschliches geleistet haben.“

Leicht steigende Fallzahlen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit ist in der vergangenen Woche wieder leicht gestiegen. Gleichzeitig wurden nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit so wenig Todesfälle gemeldet wie seit November nicht mehr. 

Leichter Rückgang in Deutschland

Die Corona-Lage bei uns in Deutschland entspannt dagegen weiter. Das RKI meldet für heute rund 800 neue Infektionen und eine bundesweite Wocheninzidenz von 5,2 – ein bisschen weniger als gestern. Da lag die Inzidenz bei 5,4.

Impfgipfel und #allesdichtmachen: Das Corona Update vom 26. April 2021

Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel treffen sich zum Impfgipfel. Zum ersten Mal seit der vermurksten Osterruhe vor einem Monat. Thema sollen mehr Freiheiten für Geimpfte und die Freigabe der Impfpriorisierung sein.

Mehr Freiheiten für Geimpfte?

In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut inzwischen mehr als 25 Millionen Impfungen verabreicht, das heißt mehr als 23 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Ob nun Doppelt-Geimpfte früher ihre Grundrechte zurückerhalten sollten als Ungeimpfte, das ist eine Frage mit der sich die Ministerpräsidenten-Konferenz befassen wird. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel sind laut Bild-Zeitung vollständig Geimpfte nicht mit Getesteten gleichzusetzen, weil die Sicherheit der Impfung viel robuster sei als die Sicherheit von Tests.

In Sachen Impfpriorisierung ist der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, dafür jetzt jüngere Menschen vielleicht vorzuziehen. Im Fernsehsender Phoenix erklärte Reinhardt, das könnte eine vernünftige Strategie sein, weil die Jungen in der Regel zwar nicht so schwer erkranken, sie aber natürlich viel unterwegs sind. Unter anderem wird von ihnen erwartet, dass sie in die Schulen und in die Kitas gehen.

Wäre schön, wenn dieser Impfgipfel mal etwas zügig entscheiden und eindeutig regeln würde.

#allesdichtmachen ging völlig daneben

Kommen wir nochmal auf die völlig vergeigte Satire-Aktion #allesdichtmachen der deutschen Schauspielelite zu sprechen. Die hat schmerzlich erfahren müssen, dass bei unsachgemäßer Handhabung, mit Ironie nicht zu spaßen ist. Die Notärztin Carola Holzner von der Uni-Klinik Essen, im Internet als Doc Caro bekannt, hat auf Instagram mit einem Video reagiert. An die Schauspieler gerichtet sagt sie: „Sie haben eine Grenze überschritten, und zwar eine Schmerzgrenze. Das sage ich jetzt für alle, die tagtäglich seit über einem Jahr in diesem Gesundheitssystem stehen, handeln, helfen, immer wieder aufstehen und immer noch da sind.“ Holzner hat ihrerseits den Hashtag #allemalneschichtmachen ins Leben gerufen.

Holzner dazu: „Ich lade sie herzlich ein unter dem #allemalneschichtmachen sowohl im Rettungsdienst 24 Stunden, als auch im Wechseldienst, in Notaufnahmen, Intensivstationen, Krankenhäusern, Impfzentren, Arztpraxen, was auch immer, mitzuarbeiten und sich danach noch mal für eine Kampagne zusammenzutun, ohne Sarkasmus und ohne Ironie.“ Wir glauben, dass das ihr voller Ernst ist, ganz ohne Ironie.

Corona Update – Der Podcast: 1. März 2021

Frisöre schneiden wieder die Haare

Sie schnippeln wieder – die Friseure. Die ersten Kunden standen schon kurz nach Mitternacht vor den Läden. Vielerorts sind die ersten Termine sogar versteigert worden. Und der ein oder andere würde vielleicht sogar seinen Impftermin gegen einen Termin beim Friseur tauschen – so groß ist der Leidensdruck. Auch bei Promis wie Designer Guido Maria Kretschmer – der hat sich in seiner Not die Haare mit einer Schneidemaschine geschnitten – die ist aber eigentlich für seine Windhunde gedacht. Na ein Glück, dass er keinen Pudel hat….

Merkel und Ministerpräsidenten: Beratungen über weitere Öffnungen

Jetzt ist die Frage: was macht als nächstes auf? Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel – und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat heute schon mal einen kleinen Ausblick auf mögliche Lockerungen gegeben: „Wir dürfen auf keinen Fall die Nerven verlieren. Das heißt: Kein Öffnungsrausch, sondern ein kluges, abgestimmtes, ausbalanciertes Öffnen. Und begleitet werden muss das mit mehr Impfen und mehr Testen“. Söder warnt zudem weiterhin vor einer dritten Welle, weil die britische und hochansteckende Mutation dabei sei, die Kontrolle zu übernehmen. Außerdem will sich Söder am Mittwoch dafür einsetzen, dass die Impf-Reihenfolge geändert wird: „Wir müssen jetzt mehr Tempo machen. Im Grunde genommen müsste man Astrazeneca so schnell wie möglich für alle zur Verfügung stellen. Ich würde Astrazeneca auch sofort über die Hausärzte weitergeben“.

Suche nach einem Hochrisiko-Patienten in Großbritannien

Wo ist Patient Null? Großbritannien sucht den Mann, der mutmaßlich die brasilianische Virus-Mutation eingeschleppt hat. Die gesuchte Person hatte beim Corona-Test nicht die korrekten Kontaktdaten angegeben. Insgesamt haben sich schon mindestens sechs Menschen mit dieser hochansteckenden Variante infiziert. Die brasilianische Mutation soll sogar dreimal ansteckender sein als das Ursprungs-Virus.

Prinz William und Herzogin Kate werben für Corona-Impfung

Nach der Queen haben jetzt auch Prinz William und Herzogin Kate für die Corona-Impfung auf der Insel geworben – und sie haben im Videochat mit Risikogruppen auch vor Falschinformationen im Netz gewarnt. Die sozialen Medien seien manchmal voll von Gerüchten und Falschinformationen, man müsse aufpassen, wo man seine Informationen herbekommen, so Prinz William

Corona Update – Der Podcast: 10. Februar 2021 SONDERAUSGABE

Corona Update – Der Podcast: 10. Februar 2021

Corona Update – Der Podcast: 9. Februar 2021

Corona Update – der Podcast: 27. November 2020

Corona Update – der Podcast: 25. November 2020