Corona Update der Podcast
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Wüst für schnelle Lockerungen: Das Corona Update vom 15. Februar 2022

In NRW scheint Omikron gebrochen zu sein. Ärzte sehen nur den Freedom Day kritisch, Lockerungen seien möglich. Und Novak Djokovic will sich weiterhin nicht impfen. Die Corona-News mit Thorsten Ortmann.

Handel in NRW soll öffnen

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hält die Omikron-Welle in Nordrhein-Westfalen für gebrochen. Darum will er sich bei der Bund-Länder-Runde am Mittwoch, 16. Februar, auch für Lockerungen einsetzen. Der Handel soll als erstes öffnen. „Die FFP2-Maske wird künftig der zentrale Schutzmechanismus beim Einkaufen sein. Zu den ersten Schritten wird bei uns in NRW gehören, dass wir die Kontaktbeschränkungen für die Geimpften spürbar zurücknehmen. In weiteren Schritten planen wir Erleichterungen bei Gastronomie, Hotels und Großveranstaltungen“, erklärte der Nachfolger von Armin Laschet. Wüst fordert von der Bundesregierung, dass die Länder nach dem sogenannten Freedom Day am 20. März weiter Basis-Maßnahmen für den Notfall ergreifen können. Er sagte ebenfalls zu, die Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitswesen am 15. März in NRW einführen zu wollen. Es müsste aber noch geregelt werden, was dann mit Ungeimpften passiert.

Ärzte plädieren für Lockerungen

Die Lockerungs-Pläne der Bundesregierung stoßen bei der Ärzteschaft auf Zustimmung. Die Bundesregierung hatte einen Stufen-Plan vorgelegt, mit dem bis zum 20. März die Corona-Schutzmaßnahmen weitgehend abgeschafft werden sollen. Nur den sogenannten Freedom Day am 20. März sieht der Weltärztebund kritisch. Besser wäre es, sich nach der Lage in den Krankenhäusern zu richten, so der Vorsitzender Montgomery. Die meisten Deutschen wollen übrigens auch lockern. Laut einer „YouGov“-Umfrage sind knapp 50% dafür, die Maßnahmen zu lockern oder ganz aufzuheben. 32% lehnen das ab.

Djokovic: Keine Grand Slams mit Impfpflicht

Tennisstar Novak Djokovic hat sich jetzt bei der „BBC“ zum ersten Mal nach seiner Zwangsausweisung aus Australien geäußert. Der weltbeste Tennisspieler will sich weiter nicht impfen lassen. Dafür sei er bereit, sein Ziel zu opfern, als bester Spieler aller Zeiten mit den meisten Grand-Slam-Titeln in die Geschichtsbücher einzugehen. „Zu den meisten Turnieren kann ich nicht reisen“, so Djokovic. „Das ist der Preis den ich zahle, weil die Selbstbestimmung über meinen Körper wichtiger ist, als jeder Titel.“ Ob er in Paris bei den French Open oder in Wimbledon spielen darf, steht demnach in den Sternen.