Biontech vor Zulassung von Impfstoff für Kinder: Das Corona Update vom 30. April 2021

Vom deutschen Impfmittel-Hersteller Biontech kommen gute Nachrichten. Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA, die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren beantragt.

In der Regel braucht die EMA wenige Wochen, um Zulassungsanträge für Corona-Impfstoffe zu prüfen. Was das heißt hat gestern schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesagt: „Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert: Spätestens in den Sommerferien werden wir die über 12-Jährigen dann impfen können, wenn die Zulassung da ist.“ Biontech und Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie des Impfstoffs in den USA habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent ergeben. Die Impfung sei von den 12- bis 15-jähirgen gut vertragen worden.

 Neue Regeln für Geimpfte?

Wie soll mit den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene weiter verfahren werden? Das ist noch unklar und wird sicher noch einige Diskussionen verursachen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte

einen Vorschlag für eine entsprechende Verordnung unterbreitet. Darin heißt es insbesondere Voll-Geimpfte und Genesene sollten von Beschränkungen für private Treffen und von nächtlichen Ausgangssperren ausgenommen werden. Bevor Bundestag und Bundesrat darüber befinden, wolle die Bundesregierung sich Anfang der Woche im Klaren darüber sein, wie sie zu diesem Verordnungsentwurf steht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

 „Wir wünschen uns einen schnellen Durchlauf durchs Parlament, deswegen wollen wir einen Entwurf einbringen, der so mit Bundestag und Bundesrat geeint ist, dass er mehrheitsfähig ist und ein schneller Durchlauf durchs Parlament möglich ist. Das ist der ehrgeizige Zeitplan, den wir haben.“

Bislang steht das Datum 28. Mai für eine Verabschiedung der Verordnung im Raum.

Oktoberfest vor dem aus?

Hoffentlich stimmt diese Meldung nicht, aber angeblich gibt es Überlegungen das Münchner Oktoberfest 2021 wegen Corona wieder ausfallen zu lassen. Und es kommt noch dicker. Angeblich will Dubai die Wiesn in die Wüste holen! In einem Land, in dem es verboten ist Alkohol zu trinken das weltgrößte Bierfestival abzufeiern, da plumpst dem Dromedar glatt der Höcker in die Datteln. Der Plan ist, so berichtet die Bild-Zeitung, das Dubaier Oktoberfest ab dem 7. Oktober in 32 Zelten für ein halbes Jahr stattfinden zu lassen. Oktoberfest in Dubai. Das ist so bescheuert als würde man eine Fußball-Weltmeisterschaft in, was weiß ich, zum Beispiel, in Katar austragen.

Impfen kommt ins Rollen und Probleme mit Vektorimpfstoffen: Das Corona Update vom 14. April 2021

Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Währenddessen will Dänemark offensichtlich vollständig auf den Impfstoff von Astrazeneca verzichten. Grund sind die Sicherheitsbedenken wegen der möglichen Nebenwirkungen des Impfstoffs.

Impfen läuft immer besser

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt allmählich an Fahrt auf. Laut dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben am Dienstag mehr als 530.000 Menschen in Deutschland eine Impfdosis erhalten. Mittlerweile sind insgesamt 14 Millionen Menschen mindestens ein Mal, und gut 5,2 Millionen Menschen zwei Mal geimpft worden.

Probleme mit Vektorimpfstoffen

Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. Beide sind sogenannte Vektorimpfstoffe. Dabei wird ein an sich harmloses Adenovirus als sogenannter Vektor genutzt, um Erbinformationen des Coronavirus in den Körper zu schleusen.

Beide Impfstoffe stehen im Verdacht in seltenen Fällen Sinusvenenthrombosen, also Blutgerinnsel im Gehirn auszulösen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca dennoch weiter, der von Johnson & Johnson wird geprüft. Die Auslieferung der bestellten Dosen in Europa ist erst einmal gestoppt.

 Klarheit gibt es jetzt dagegen für die mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf einen mRNA-Impfstoff, von Biontech/Pfizer oder Moderna umsteigen können.

Die EU-Kommission will bei den nächsten Bestellungen für Corona-Impfstoffe vor allem auf die mRNA-Technologie setzen. Ein weiterer Impfstoff dieser Art könnte im Sommer zugelassen werden, der von Curevac.

Aus Brüssel heißt es aber, dies bedeute nicht, dass Hersteller wie Astrazeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen bereits aus dem Rennen seien oder deren Verträge nicht verlängert würden.

Schottischer Impferfolg

Die schottische Insel Fair Isle ist vermutlich der abgelegenste Flecken Erde des Vereinigten Königreichs, bekannt für Strickpullis, Seevögel und jetzt auch dafür, einer der Corona-sichersten Plätze des Landes zu sein, freut sich John Best einer der Bewohner von Fair Isle in der BBC: „It’s probably one oft the safest places in the country, really.“

Was die Insel so sicher macht ist die Tatsache, dass alle Insulaner ihre zweite Dosis Astrazeneca verabreicht bekommen, das heißt die gesamte Bevölkerung von Fair Isle ist vollständig geimpft, alle 48 Frauen und Männer. Jetzt können sie ihren Schafen was von Herdenimmunität erzählen.

Corona Update – Der Podcast: 9. März 2021

Ja, auch wenn sie klein sind, müssen sie eine Maske tragen: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat heute bestätigt, dass auch Grundschüler im Unterricht eine Maske tragen müssen. Geklagt hatten ein Zweitklässler aus Bielefeld und ein Erstklässler aus Köln. Sie sahen ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt.

Experte: Allergiker sollten auch draußen eine Corona-Maske tragen

Auch das noch: Wer Pollenallergiker ist, kann sich nach einer aktuellen Studie leichter mit Corona infizieren. Die Studie der TU München zeigt einen Zusammenhang zwischen Pollenflug und Infektionszahlen. Aber man kann sich als Allergiker auch schützen, sagt Experte Dr. Christoph Specht bei n-tv: „Pollenallergiker sollten dann auch draußen eine Maske aufziehen, denn auch eine simple Maske kann Pollen tatsächlich sehr effektiv abhalten“.

Ab April sollen auch die Hausärzte gegen Corona impfen

Es sind noch knapp drei Wochen – dann soll endlich mehr Impfstoff anrollen. 20 Millionen Dosen pro Monat verspricht die EU. Darum sollen die Hausärzte ab April flächendeckend mitimpfen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Die Impfreihenfolge soll bleiben, aber die Hausärzte sollen selbst entscheiden, wer auf Basis der Empfehlungen der Ständigen Impf-Kommission die Impfung bekommt. Nach einer Modellrechnung der Kassenärztlichen Vereinigung könnten bis zum 1. August alle die wollen geimpft sein – wenn es genug Impfstoff gibt.

Im Sauerland öffnen die Skilifte

Wer will, kann sich doch noch im Sauerland die Skier unterschnallen. Heute öffnen die Lifte in Winterberg. Allerdings muss man vorher online ein Ticket und einen Termin buchen. Beim Anstehen und während der Fahrt mit dem Lift gilt Maskenpflicht.

Studie: Bekannte Impfstoffe auch gegen brasilianische Mutation wirksam

Gute Nachrichten gibt es auch in Sachen Wirksamkeit von Impfstoffen. Die Impfstoffe von Biontech / Pfizer und Astrazeneca wirken laut einer neuen, vorläufigen Studie auch gegen die brasilianische Mutation P1. Diese hatte zuletzt Experten beunruhigt, weil sie ansteckender und damit gefährlicher ist als zum Beispiel die in Europa vorherrschende britische Virus-Mutation. Die brasilianische Mutation ist bereits vereinzelt in Deutschland nachgewiesen worden.

Brandenburg legt eigene Inzidenz-Obergrenze fest

Eine Knaller-Idee hatte jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Der hat für sein Bundesland mal eben die festgelegte Inzidenz-Obergrenze von 100 auf 200 Infektionen hochgesetzt. Ab 100 greift in den Bundesländern eigentlich die Notbremse und die Lockerungen müssen dann wieder zurückgefahren werden. SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach twittert dazu: „Euer Ernst? Das ist mittelgradig unglaublich….“

Corona Update – Der Podcast: 2. März 2021

Merkel will Lockdown bis Ostern verlängern

Team Locker gegen Team Lockdown. Vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es offenen Streit darüber, wie es mit dem Lockdown weitergehen soll. Merkel will den Lockdown offenbar bis zum 28. März verlängern. Auf dieser Linie liegt auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: „Ich finde, das Schlimmste ist, wenn wir jetzt alles öffnen ohne Plan, ohne Konzept und dann in drei Wochen wieder vor einem Scherbenhaufen stehen“.

Ostern könnten Familienbesuche erlaubt werden

Einige Lockerungen könnte es laut einem Vorschlag aus dem Kanzleramt aber geben. Zum Beispiel bei den Kontaktbeschränkungen. Ostern sollen sogar Familientreffen möglich sein. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte könnten mit Auflagen öffnen. Kostenlose Schnelltests sollen die Lockerungen absichern.

Luca-App soll Kontaktverfolgung erleichtern

Eine wichtige Rolle könnte morgen auch Smudo von den Fantastischen Vier spielen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet ist großer Fan seiner App „Luca“, mit der man sich digital per QR-Code in Restaurants, Bars, Clubs und sogar Stadien einloggen kann. „Luca“ kann die Kontaktverfolgung vereinfachen und vor allem beschleunigen, so Smudo: „Das heißt, selbst ohne einen Rückruf vom Gesundheitsamt, bekommt man mit, dass man im Risiko gewesen ist“. Dazu kann die App „Luca“ laut Smudo auch besonders infektiöse Superspreader aufspüren, die gleich viele Menschen auf einmal anstecken.

Britische Studie: Impfstoff von Astrazeneca wirkt bei Älteren genauso gut wie der von Biontech / Pfizer

Die Briten schwören weiter auf den bei uns verschmähten Astrazeneca-Impfstoff. Nach einer neuen Studie soll er genauso gut bei älteren Menschen wirken, wie der von Biontech / Pfizer, sagt Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock. Selbst die erste Impfung von Astrazeneca oder Biontech verhindere schwere Verläufe bei den über 70-Jährigen und beide Impfstoffe verringerten die Krankenhausaufenthalte um 80 Prozent. Der Schutz vor einer Infektion 35 Tage nach der Impfung sei beim Astrazeneca-Impfstoff sogar etwas besser als bei dem von Biontech / Pfizer. Auch bei uns in Deutschland hat die Ständige Impfkommission angekündigt, den Impfstoff von Astrazeneca schon bald auch für ältere Menschen empfehlen zu wollen.

Auf Mallorca öffnen Restaurants und Bars wieder

Und noch eine schöne Nachricht zum Schluss: Nach sieben Wochen Lockdown dürfen ab heute die Kneipen und Restaurants auf Mallorca wieder öffnen – erstmal allerdings nur im Außenbereich und nur bis 17.00 Uhr. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf Mallorca liegt derzeit unter 35. Darum überlegen erste Hotels jetzt schon den Saisonstart vorzuziehen und so Osterurlaub möglich zu machen.

Corona Update – Der Podcast: 18. Februar 2021

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