Kreuzimpfung von Stiko empfohlen: Das Corona Update vom 02. Juli 2021

Die Ständige Impfkommission reagiert auf die Delta-Variante. Die Stiko empfiehlt Menschen, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden die Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna. Grund: Die Kombination aus Astrazeneca und einem mRNA-Impfstoff wirkt laut einer Studie der Oxford-Universität deutlich besser. Gesundheitsminister Spahn sagte dazu: „Wir haben viele Dosen von Astrazeneca, die uns in diesen Tagen geliefert werden und die weitergeleitet werden an die Länder vorrätig, um viele Impfwillige kurzfristig mit einer ersten Impfung Astrazeneca impfen zu können. Die Kombination Astrazeneka und Biontech schützt mindestens so gut wie Biontech/Biontech.“ Zusätzlich kann bei dieser sogenannten Kreuzimpfung der Zeitraum zwischen Erst-und Zweitimpfung auf 4 Wochen verkürzt werden.

Corona-Lage in Portugal spitzt sich zu

Die Corona-Lage in Portugal spitzt sich weiter zu. Die Regierung hat darum eine Ausgangssperre zwischen 23 und 5 Uhr verhängt. Auch Spanien warnt zum Ferienstart jetzt wieder vor steigenden Infektionszahlen. Auf Mallorca ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen und liegt jetzt bei über 70. Grund sind unteranderem Abschlussfahrten spanischer Schulklassen. Darum wird es bei der Rückkehr nach Deutschland strenge Kontrollen geben, sagt Berlins regierender Bürgermeister Müller im „ZDF“: „Wir haben die Chance über die Fluggesellschaften zu klären, wer steigt mit welchem Status ein und die Testnachweise müssen erbracht werden. Wir können bei uns an den Flughäfen lückenlos kontrollieren und landseitig wer mit dem Auto und der Bahn kommt, können wir mindestens Stichproben machen.“

Videokonferenzen bei Deutschen unbeliebt

Homeoffice ja – aber am liebsten ohne Videokonferenzen. Das ist das Ergebnis einer Yougov-Umfrage. Danach würde die Mehrheit der Deutschen nach der Pandemie gerne auf Videokonferenzen und -chats verzichten. Stattdessen möchten die meisten lieber wieder mit dem guten alten Telefon oder Messengerdiensten kommunizieren. Schade, wir werden sie vermissen: die Video-Fails mit Mitarbeitern auf dem Klo, in Unterhosen oder die Videochats unserer Politiker.

Unser Update zur Coronakrise

Corona sorgt immer noch Tag für Tag für zahlreiche Meldung. Wir helfen, den Überblick zu behalten und filtern für Euch die Nachrichten. Viel Spaß mit unserem Snack-Podcast für Zwischendurch!

Corona. Und jetzt? bei Facebook

Corona. Und jetzt?

Das Corona-Update

Delta-Variante bringt Sorgen mit sich: Das Corona Update vom 18. Juni 2021

Es ist Biergartenwetter, die Fußball EM läuft, dazu ein kühles Blondes und ein saftiges Steak vom Grill – da ist Corona plötzlich ganz weit weg. Aber nicht für den Chef des Robert Koch Instituts und obersten Pandemie-Mahner, Lothar Wieler: „Das Virus ist nicht verschwunden und es wird auch nicht mehr verschwinden“, lautet seine Ansage. Grund für die Besorgnis ist die Delta-Variante. Noch liegt ihr Anteil in Deutschland bei rund 6 Prozent. Aber: Es sei keine Frage „ob“, sondern „wann“ sich die indische Variante auch bei uns durchsetzen werde, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Die Herausforderung ist, dass diese Variante besonders ansteckend ist und sie eben auch dazu führen kann, Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung wieder in Frage zu stellen. Das erlebt gerade das Vereinigte Königreich“, erklärt Spahn.

Delta-Variante: EM-Finale in Wembley in Gefahr

Dort ist die Inzidenz wieder auf 70 hochgeschnellt. Sogar die EM-Finalwoche im Londoner Wembley-Stadion könnte darum auf der Kippe stehen. Laut der „Times“ wird angeblich über eine Verlegung der Spiele nach Budapest diskutiert. Grund dafür sollen die strengen Quarantäne-Regeln für 2500 Uefa- und Fifa-Beamte, Politiker, Sponsoren und Journalisten sein. In Lissabon wird wegen der sich ausbreitenden Delta-Variante sogar die ganze Stadt übers Wochenende abgeriegelt.

CureVac-Rückschlag: Spahn beruhigt

Damit auch bei uns nicht wieder Lockerungen zurückgenommen werden müssen, sind Spahn und das RKI weiter für die Maskenpflicht in Innenräumen. Auch die Zweitimpfung sei im Kampf gegen die Delta-Variante von entscheidender Bedeutung. Und noch eine positive Nachricht: trotz des CureVac-Rückschlags gibt es laut Spahn bis Ende Juli genügend andere Impfstoffe, so dass sich jeder Erwachsene impfen lassen kann.

Kuriose Impfkampagne in Indonesien

Das Impfen hat auch in Indonesien derzeit oberste Priorität. Allerdings läuft die Impfkampagne eher schleppend an. Darum will die indonesische Regierung jetzt mit einer Impf-Prämie nachhelfen. Ältere Menschen auf dem Land bekommen ein lebendiges Huhn, wenn sie sich impfen lassen. Übrigens: bevor jetzt der ein oder andere dabei an den nächsten Grillabend denkt: Das Verschenken von Hühnern gilt in Indonesien als Zeichen der Zuneigung und des Respekts.

Laumann offen für Ende der Maskenpflicht draußen – Das Corona Update vom 15. Juni 2021

Draußen Ja  – drinnen Nein. Das ist die Linie, die sich bei der Debatte über den Wegfall des Maskenpflicht abzeichnet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagt: Bei den derzeit sinkenden Infektionszahlen könne er es sich vorstellen, die Maskenpflicht in bestimmten Außenbereichen zur Debatte zu stellen. Und Laumann schränkt direkt ein: es gebe Bereiche, in denen man weiterhin an der Maskenpflicht festhalten sollte, zum Beispiel bei größeren Menschenansammlungen, wie etwa Warteschlangen.

Drinnen aber werden wir es wohl noch länger mit Masken zu tun haben: Gernot Marx, der Chef der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, sagt in der Rheinischen Post: Damit auch drinnen die Maskenpflicht wegfällt, brauche man eine Impfquote von 70 Prozent. Im Moment stünden wir bei 26 Prozent. Das hat auch Folgen für die Schülerinnen und Schüler, die wohl noch länger mit Maske im Unterricht sitzen werden: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist dafür. Denn: Viele Klassenräume ließen sich gar nicht richtig lüften. 

Epidemische Lage wird in NRW beendet

Der nordrhein-westfälische Landtag wird die „epidemische Lage von landesweiter Tragweite“ nicht noch einmal verlängern. Das war eigentlich diese Woche geplant. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen von CDU und FDP geeinigt. Damit entfallen ab dem 19. Juni schon besondere Befugnisse für die Landesregierung. Die durfte bisher zum Beispiel medizinisches Material einfach beschlagnahmen.

Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich insgesamt weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-institut bundesweit bei 15,5. Bei uns in NRW liegt die die Sieben-Tage-Inzidenz bei 16,9. Inzwischen liegen alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW jetzt unter der Schwelle von 35. Hagen hat mit 33,9 den höchsten Wert. Den niedrigsten Wert hat der Kreis Herford mit 5,6. 

Biontech und Astrazeneca gegen Delta-Variante wirksam

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer und Astrazeneca wirkt auch gegen die Delta-Variante. Das ist bei einer britischen Datenanalyse herausgekommen. Wer zwei Impfdosen erhalten hatte, war sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen geschützt , das haben die britischen Gesundheitsbehörden mitgeteilt. 

Keine Erstimpfungen in Impfzentren, Notbremse kostet Umsatz: Das Corona Update vom 2. Juni 2021

Diese Nachricht dürfte bei vielen für Frust sorgen: In den Impfzentren NRWs werden bis Mitte Juni keine Termine mehr für Erstimpfungen vergeben.  Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitgeteilt. Hintergrund ist die Impfstoff-Knappheit. Eigentlich war der kommende Montag, der 7. Juni, als großer Tag angekündigt worden, an dem die Impfpriorisierung wegfallen würde. Doch die bittere Wahrheit ist: Wegfall hin oder her –  die Impfstoff-Bestände sind alle für die Zweitimpfungen reserviert. Wörtlich sagt Laumann: Zum jetzigen Zeitpunkt habe man keinen Puffer mehr. Das bedeutet auch: Der Druck auf die Hausärzte steigt. Bei den Hausärzten stehen die Telefone nicht mehr still. Auch sie stellen fest: Der Impfstoff ist knapp und ein Teil der Impfdosen muss auch hier für die Zweitimpfungen reserviert werden.

Stiko will sich Zeit lassen bei Zulassung für Kinder-Impfstoff

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will sich bei ihrer Entscheidung zu Impfungen für Kinder weiter Zeit lassen. Das kündigte Stiko-Chef Thomas Mertens im „NDR“ an. Man biete den Kindern ja kein Lakritzbonbon an – das sei ein medizinischer Eingriff. Die Daten aus der Zulassungsstudie des Herstellers reichten aber nicht aus, sagte Mertens. Außerdem müsse man das Krankheitsrisiko für Kinder berücksichtigen. Schwere Covid-19-Erkrankungen bei Kindern seien wirklich selten.

Einzelhandel büßt ordentlich an Umsatz ein

Die bundesweite Notbremse hat dem Einzelhandel das Geschäft vermiest. Von März auf April sanken die Umsätze um rund fünfeinhalb Prozent, sagt das Statistische Bundesamt. Vier Wochen davor hatte es im Einzelhandel noch ein kräftiges Umsatz-Plus gegeben – von 7,7 Prozent.

Zum Schluss noch eine Vorhersage: Menschen mit Masken wird es wohl noch länger geben. Fast die Hälfte der Bundesbürger will zum Schutz vor Krankheiten auch nach der Corona-Pandemie Masken tragen. 44,7 Prozent gaben das in einer Civey-Umfrage für die „Augsburger Allgemeine“ an. Unter anderem durch die Maske ist die Zahl anderer Infektionskrankheiten deutlich zurückgegangen. Die normale Grippesaison fiel fast komplett aus. 

Impfgipfel zwischen Bund und Ländern: Das Corona Update vom 27. Mai 2021

Beim Impfgipfel sprechen die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin in der Bund-Länder-Schalte das weitere Vorgehen beim Impfen. Es gibt viel zu besprechen.

Unter anderem die Lieferengpässe bei Biontech/Pfizer.  Laut Bundesgesundheits-Ministerium werden in den ersten beiden Juni Wochen weniger Dosen geliefert als zugesagt. Danach soll aber mehr Nachschub kommen. Und selbstverständlich auch das Impfen für Kinder und Jugendliche wird Thema sein.

Können Eltern bald ihre Kinder impfen lassen?

Wird es ein Impfangebot für Kinder- und Jugendliche geben? Die Ständige Impfkommission wird wohl erstmal keine generelle Impf-Empfehlung für Kinder aussprechen. Die Europäische Arzneimittelbehörde gibt vermutlich morgen ihre Entscheidung bekannt, ob sie den Biontech-Impfstoff für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren zulässt. Moderna würde auch nachziehen wollen. Wie werden sich also unsere Politiker entscheiden? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon bereits angekündigt, dass er Kindern und Jugendlichen auch ohne allgemeine Empfehlung der STIKO ein Impfangebot machen wolle. Niedersachsens Ministerpräsident Weil würde ebenfalls gerne allen Kindern ab 12 Jahren ein Impfangebot anbieten. Auch Berlins regierender Bürgermeister Müller ist für zeitnahe Impfungen.

Hausärzteverband NRW empfiehlt keine allgemeine Corona-Impfung von Kindern

Und die Mediziner? Der Hausärzteverband in Nordrhein-Westfalen lehnt eine allgemeine Corona-Impfung von Kindern ab. Da sprechen sie allerdings nicht für alle Ärzte. Kinderärztin Mehrsad Klemm spricht sich für Impfungen aus: „Wir wären sofort bereit und würden das auch organisatorisch hinbekommen. Denn wir glauben, dass der Ausweg nur darin besteht, dass wir die Jugendlichen und Kinder impfen.“ Auch der geplante digitale Impfnachweis, der noch vor den Sommerferien kommen soll und auch die Verteilung von Impfstoffen für die Bundesländer werden heute Themen in der Schalte sein.

USA untersuchen Ursprung der Corona-Pandemie

US-Präsident Joe Biden hat neue Geheimdienst-Untersuchungen zum Ursprung der Corona-Pandemie angeordnet. Die Nachrichtendienste sollen herausfinden, ob es sich doch um einen Laborunfall im chinesischen Wuhan handelt. Hatte Donald Trump also doch recht? Der ehemalige US-Präsident hatte das Corona-Virus immer wieder als China-Virus bezeichnet, weil es ja dort herstammen würden. Zudem auch der Wink mit dem Zaunpfahl, es könne durch Menschenhand entstanden sein. Auch der Top-Virologe der USA Anthony Fauci hatte die natürliche Herkunft des Virus hinterfragt. Laut Biden sollen wir in 90 Tagen schlauer seien.

Gute Aussichten für den Sommer und Lockerungen in Europa: Das Corona Update vom 10. Mai 2021

Die Zahl der Intensivpatienten geht wieder zurück. Momentan sind es 4.600 in Deutschland. Im April waren es noch rund 5.000. Die dritte Welle scheint also auch hier gebrochen. Trotzdem trauen selbst Experten dem Sinkflug der Corona-Zahlen noch nicht über den Weg.

Drosten: „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland“

Maximale Verwirrung herrscht heute in Corona-Deutschland. Während „Team Vorsicht“ Markus Söder bei Bild eine Lockdown-Verlängerung bis in den Juli nicht ausschließt mit den Worten:

„Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei“,

Markus Söder, Ministerpräsident Bayern, bei BILD

spricht „Team Übervorsicht“ Chef-Virologe Christian Drosten im ZDF gar von einem guten Sommer:

„Ja, der Sommer kann ganz gute werden in Deutschland. Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig wirklich Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“.

Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité, im ZDF

Worin sich beide wiederum einig sind: Trotz weiter sinkender Infektionszahlen dürfe man jetzt nicht zu unvorsichtig öffnen. Allenfalls Außengastronomie und Grillen mit Freunden seien eine Option. Das sieht auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn so:

„Das Gefühl ist im Augenblick besser als die Lage. Und es gibt Zuversicht. Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden. Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen als die meisten anderen Länder mit deutlich höheren Impfquoten gelockert haben“.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Darum drückt Jens Spahn weiter aufs Impftempo.

Priorisierung bei Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben

Ein Drittel der Deutschen sind mindestens einmal geimpft. Heute wurde die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben. Eingesetzt werden soll er aber nur bei Menschen über 60. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere mit Johnson & Johnson impfen lassen – genauso wie bei Astrazeneca.

Spanien und Großbritannien lockern Corona-Verbote

Ein Blick ins Ausland. In Spanien haben am Wochenende Tausende das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Man darf im Land reisen, die Außengastronomie öffnet teils bis Mitternacht, und Ausgangssperren fallen vielerorts weg – allerdings nicht auf Mallorca. Hier schließt die Gastronomie weiter um 22.30 Uhr. Lockerungen sind auch in Großbritannien und Frankreich geplant. In Frankreich öffnet die Außengastronomie am 19. Mai und in Großbritannien will die Regierung Zitat „vertraute Kontakte“ wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben – na darauf werden sich die eher berührungsempfindlichen Briten besonders freuen…

Italienerin bekommt sechsfache Dosis Biontech-Impfstoff

Und zum Schluss. Eine Italienerin hat versehentlich die sechsfache Dosis des Biontech- Impfstoffs gespritzt bekommen – also ein komplettes Fläschchen. Es geht der 23-Jjährigen aber gut. Und das Virus wird um diese Frau künftig wohl einen besonders großen Bogen machen.

Biontech vor Zulassung von Impfstoff für Kinder: Das Corona Update vom 30. April 2021

Vom deutschen Impfmittel-Hersteller Biontech kommen gute Nachrichten. Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA, die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren beantragt.

In der Regel braucht die EMA wenige Wochen, um Zulassungsanträge für Corona-Impfstoffe zu prüfen. Was das heißt hat gestern schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesagt: „Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert: Spätestens in den Sommerferien werden wir die über 12-Jährigen dann impfen können, wenn die Zulassung da ist.“ Biontech und Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie des Impfstoffs in den USA habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent ergeben. Die Impfung sei von den 12- bis 15-jähirgen gut vertragen worden.

 Neue Regeln für Geimpfte?

Wie soll mit den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene weiter verfahren werden? Das ist noch unklar und wird sicher noch einige Diskussionen verursachen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte

einen Vorschlag für eine entsprechende Verordnung unterbreitet. Darin heißt es insbesondere Voll-Geimpfte und Genesene sollten von Beschränkungen für private Treffen und von nächtlichen Ausgangssperren ausgenommen werden. Bevor Bundestag und Bundesrat darüber befinden, wolle die Bundesregierung sich Anfang der Woche im Klaren darüber sein, wie sie zu diesem Verordnungsentwurf steht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

 „Wir wünschen uns einen schnellen Durchlauf durchs Parlament, deswegen wollen wir einen Entwurf einbringen, der so mit Bundestag und Bundesrat geeint ist, dass er mehrheitsfähig ist und ein schneller Durchlauf durchs Parlament möglich ist. Das ist der ehrgeizige Zeitplan, den wir haben.“

Bislang steht das Datum 28. Mai für eine Verabschiedung der Verordnung im Raum.

Oktoberfest vor dem aus?

Hoffentlich stimmt diese Meldung nicht, aber angeblich gibt es Überlegungen das Münchner Oktoberfest 2021 wegen Corona wieder ausfallen zu lassen. Und es kommt noch dicker. Angeblich will Dubai die Wiesn in die Wüste holen! In einem Land, in dem es verboten ist Alkohol zu trinken das weltgrößte Bierfestival abzufeiern, da plumpst dem Dromedar glatt der Höcker in die Datteln. Der Plan ist, so berichtet die Bild-Zeitung, das Dubaier Oktoberfest ab dem 7. Oktober in 32 Zelten für ein halbes Jahr stattfinden zu lassen. Oktoberfest in Dubai. Das ist so bescheuert als würde man eine Fußball-Weltmeisterschaft in, was weiß ich, zum Beispiel, in Katar austragen.

Impfen kommt ins Rollen und Probleme mit Vektorimpfstoffen: Das Corona Update vom 14. April 2021

Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit. Währenddessen will Dänemark offensichtlich vollständig auf den Impfstoff von Astrazeneca verzichten. Grund sind die Sicherheitsbedenken wegen der möglichen Nebenwirkungen des Impfstoffs.

Impfen läuft immer besser

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt allmählich an Fahrt auf. Laut dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben am Dienstag mehr als 530.000 Menschen in Deutschland eine Impfdosis erhalten. Mittlerweile sind insgesamt 14 Millionen Menschen mindestens ein Mal, und gut 5,2 Millionen Menschen zwei Mal geimpft worden.

Probleme mit Vektorimpfstoffen

Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. Beide sind sogenannte Vektorimpfstoffe. Dabei wird ein an sich harmloses Adenovirus als sogenannter Vektor genutzt, um Erbinformationen des Coronavirus in den Körper zu schleusen.

Beide Impfstoffe stehen im Verdacht in seltenen Fällen Sinusvenenthrombosen, also Blutgerinnsel im Gehirn auszulösen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca dennoch weiter, der von Johnson & Johnson wird geprüft. Die Auslieferung der bestellten Dosen in Europa ist erst einmal gestoppt.

 Klarheit gibt es jetzt dagegen für die mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf einen mRNA-Impfstoff, von Biontech/Pfizer oder Moderna umsteigen können.

Die EU-Kommission will bei den nächsten Bestellungen für Corona-Impfstoffe vor allem auf die mRNA-Technologie setzen. Ein weiterer Impfstoff dieser Art könnte im Sommer zugelassen werden, der von Curevac.

Aus Brüssel heißt es aber, dies bedeute nicht, dass Hersteller wie Astrazeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen bereits aus dem Rennen seien oder deren Verträge nicht verlängert würden.

Schottischer Impferfolg

Die schottische Insel Fair Isle ist vermutlich der abgelegenste Flecken Erde des Vereinigten Königreichs, bekannt für Strickpullis, Seevögel und jetzt auch dafür, einer der Corona-sichersten Plätze des Landes zu sein, freut sich John Best einer der Bewohner von Fair Isle in der BBC: „It’s probably one oft the safest places in the country, really.“

Was die Insel so sicher macht ist die Tatsache, dass alle Insulaner ihre zweite Dosis Astrazeneca verabreicht bekommen, das heißt die gesamte Bevölkerung von Fair Isle ist vollständig geimpft, alle 48 Frauen und Männer. Jetzt können sie ihren Schafen was von Herdenimmunität erzählen.

Corona Update – Der Podcast: 9. März 2021

Ja, auch wenn sie klein sind, müssen sie eine Maske tragen: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat heute bestätigt, dass auch Grundschüler im Unterricht eine Maske tragen müssen. Geklagt hatten ein Zweitklässler aus Bielefeld und ein Erstklässler aus Köln. Sie sahen ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt.

Experte: Allergiker sollten auch draußen eine Corona-Maske tragen

Auch das noch: Wer Pollenallergiker ist, kann sich nach einer aktuellen Studie leichter mit Corona infizieren. Die Studie der TU München zeigt einen Zusammenhang zwischen Pollenflug und Infektionszahlen. Aber man kann sich als Allergiker auch schützen, sagt Experte Dr. Christoph Specht bei n-tv: „Pollenallergiker sollten dann auch draußen eine Maske aufziehen, denn auch eine simple Maske kann Pollen tatsächlich sehr effektiv abhalten“.

Ab April sollen auch die Hausärzte gegen Corona impfen

Es sind noch knapp drei Wochen – dann soll endlich mehr Impfstoff anrollen. 20 Millionen Dosen pro Monat verspricht die EU. Darum sollen die Hausärzte ab April flächendeckend mitimpfen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Die Impfreihenfolge soll bleiben, aber die Hausärzte sollen selbst entscheiden, wer auf Basis der Empfehlungen der Ständigen Impf-Kommission die Impfung bekommt. Nach einer Modellrechnung der Kassenärztlichen Vereinigung könnten bis zum 1. August alle die wollen geimpft sein – wenn es genug Impfstoff gibt.

Im Sauerland öffnen die Skilifte

Wer will, kann sich doch noch im Sauerland die Skier unterschnallen. Heute öffnen die Lifte in Winterberg. Allerdings muss man vorher online ein Ticket und einen Termin buchen. Beim Anstehen und während der Fahrt mit dem Lift gilt Maskenpflicht.

Studie: Bekannte Impfstoffe auch gegen brasilianische Mutation wirksam

Gute Nachrichten gibt es auch in Sachen Wirksamkeit von Impfstoffen. Die Impfstoffe von Biontech / Pfizer und Astrazeneca wirken laut einer neuen, vorläufigen Studie auch gegen die brasilianische Mutation P1. Diese hatte zuletzt Experten beunruhigt, weil sie ansteckender und damit gefährlicher ist als zum Beispiel die in Europa vorherrschende britische Virus-Mutation. Die brasilianische Mutation ist bereits vereinzelt in Deutschland nachgewiesen worden.

Brandenburg legt eigene Inzidenz-Obergrenze fest

Eine Knaller-Idee hatte jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Der hat für sein Bundesland mal eben die festgelegte Inzidenz-Obergrenze von 100 auf 200 Infektionen hochgesetzt. Ab 100 greift in den Bundesländern eigentlich die Notbremse und die Lockerungen müssen dann wieder zurückgefahren werden. SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach twittert dazu: „Euer Ernst? Das ist mittelgradig unglaublich….“

Corona Update – Der Podcast: 2. März 2021

Merkel will Lockdown bis Ostern verlängern

Team Locker gegen Team Lockdown. Vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es offenen Streit darüber, wie es mit dem Lockdown weitergehen soll. Merkel will den Lockdown offenbar bis zum 28. März verlängern. Auf dieser Linie liegt auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: „Ich finde, das Schlimmste ist, wenn wir jetzt alles öffnen ohne Plan, ohne Konzept und dann in drei Wochen wieder vor einem Scherbenhaufen stehen“.

Ostern könnten Familienbesuche erlaubt werden

Einige Lockerungen könnte es laut einem Vorschlag aus dem Kanzleramt aber geben. Zum Beispiel bei den Kontaktbeschränkungen. Ostern sollen sogar Familientreffen möglich sein. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte könnten mit Auflagen öffnen. Kostenlose Schnelltests sollen die Lockerungen absichern.

Luca-App soll Kontaktverfolgung erleichtern

Eine wichtige Rolle könnte morgen auch Smudo von den Fantastischen Vier spielen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet ist großer Fan seiner App „Luca“, mit der man sich digital per QR-Code in Restaurants, Bars, Clubs und sogar Stadien einloggen kann. „Luca“ kann die Kontaktverfolgung vereinfachen und vor allem beschleunigen, so Smudo: „Das heißt, selbst ohne einen Rückruf vom Gesundheitsamt, bekommt man mit, dass man im Risiko gewesen ist“. Dazu kann die App „Luca“ laut Smudo auch besonders infektiöse Superspreader aufspüren, die gleich viele Menschen auf einmal anstecken.

Britische Studie: Impfstoff von Astrazeneca wirkt bei Älteren genauso gut wie der von Biontech / Pfizer

Die Briten schwören weiter auf den bei uns verschmähten Astrazeneca-Impfstoff. Nach einer neuen Studie soll er genauso gut bei älteren Menschen wirken, wie der von Biontech / Pfizer, sagt Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock. Selbst die erste Impfung von Astrazeneca oder Biontech verhindere schwere Verläufe bei den über 70-Jährigen und beide Impfstoffe verringerten die Krankenhausaufenthalte um 80 Prozent. Der Schutz vor einer Infektion 35 Tage nach der Impfung sei beim Astrazeneca-Impfstoff sogar etwas besser als bei dem von Biontech / Pfizer. Auch bei uns in Deutschland hat die Ständige Impfkommission angekündigt, den Impfstoff von Astrazeneca schon bald auch für ältere Menschen empfehlen zu wollen.

Auf Mallorca öffnen Restaurants und Bars wieder

Und noch eine schöne Nachricht zum Schluss: Nach sieben Wochen Lockdown dürfen ab heute die Kneipen und Restaurants auf Mallorca wieder öffnen – erstmal allerdings nur im Außenbereich und nur bis 17.00 Uhr. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf Mallorca liegt derzeit unter 35. Darum überlegen erste Hotels jetzt schon den Saisonstart vorzuziehen und so Osterurlaub möglich zu machen.