Einfachere Einreise nach Frankreich und Ende der Impfpriorisierung: Das Corona Update vom 4. Juni 2021

Am Montag (7. Juni) fällt die Impfpriorisierung weg. Das heißt, dann kann sich jeder der will um einen Impftermin bemühen. Das heißt aber nicht, dass das dann auch klappt, weil wer, wann geimpft werden kann, das bestimmt nicht so sehr die Priorisierung als vielmehr die Menge an vorhandenem Impfstoff. Und der ist weiterhin nur begrenzt verfügbar.

Videocall für die Nationalmannschaft

Bei großen Fußball-Turnieren schneit Bundeskanzlerin Angela Merkel gerne mal überraschend bei der deutschen Nationalmannschaft rein. Das soll auch am kommenden Donnerstagabend so sein, also einen Tag vor Beginn der paneuropäischen Europameisterschaft, aber leider nicht persönlich, so Regierungssprecher Steffen Seibert „Es hat in den vergangenen Jahren vor den großen Turnieren wie Sie wissen immer wieder persönliche Besuche im Trainingslager gegeben das ist dieses Mal nicht möglich also findet der Termin in dieser digitalen Form kurz vor der EM statt.“

In München, wo alle drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft ausgetragen werden, gibt es jetzt auch endgültige Klarheit über die zugelassene Zuschauermenge im Stadion. Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt 14.000 Fans dürften hinein, das gebe die Inzidenz her: „…da auch München deutlich unter 35 liegt, Bayern insgesamt unter 30 liegt, ist es insgesamt möglich mit einem strengen Hygiene- Konzept …mit Test… mit Maske…glauben wir dass das vertretbar ist in dem Fall bis zu 20% der Zuschauer zuzulassen das sind die ca 14.000.“

Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden sagte Söder.

Einfachere Einreise für EU-Bürger nach Frankreich 

Frankreich erleichtert ab dem kommenden Mittwoch die Einreise für EU-Bürger: wie der Staatssekretär Jean-Baptiste Djebbari in einem Fernsehinterview mitgeteilt hat, dass ab dem 9. Juni vollständig geimpfte EU-Bürger keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen müssen, um nach Frankreich einreisen zu können. Für alle anderen reicht dann ein höchstens 72 Stunden alter Schnelltest statt des bisher vorgeschriebenen PCR-Tests. Es soll auch weiter gelockert werden in Frankreich. Ab Mittwoch dürfen Gäste wieder in die Innenräume von Cafés und Restaurants und die nächtliche Ausgangssperre beginnt dann erst um 23 Uhr statt bisher um 21 Uhr.

Corona: Dreharbeiten vom neuen Mission Impossible Film unterbrochen

Die Dreharbeiten zu dem Action-Streifen „Mission Impossible 7“ sind wegen eines positiven Coronavirus-Tests am Set gestoppt worden. Die Crew rund um Hollywoodstar Tom Cruise dreht gerade in London. Die Daily Mail berichtet von 14 Personen die positiv getestet worden seien. Wir fragen uns, wer da wohl jetzt gefeuert wird, denn Tom Cruise ist im vergangenen Dezember schon mal ausgerastet, als er Mitarbeiter am Filmset erwischt hat, die sich nicht an die AHA-Regeln gehalten haben. Sein Wutausbruch ist aufgenommen worden. Tausende Jobs hängen von dieser Produktion ab schimpfte Cruise und sollte er das noch mal sehen werde jemand gefeuert. Jetzt soll Cruise eine Szene in einem Nachtclub mit vier Tänzerinnen gefilmt haben, die später positiv getestet wurden. Cruise und das gesamte 60-köpfige Filmteam befinden sich jetzt zwei Wochen in Quarantäne.

Der digitale Impfpass kommt: Das Corona Update vom 21. Mai 2021

Mit einer Corona-Impfung zum Millionen-Gewinn: Das ist jetzt Im US-Bundesstaat New York möglich. Dort werden Menschen nämlich ab Montag mit Lotterie-Tickets zur Impfung gelockt. Wer sich impfen lässt, bekommt ein Ticket geschenkt. Damit kann man dann Beträge zwischen 20 und 5 Millionen Dollar gewinnen.

Zahl der Corona-Geimpften in Deutschland steigt

Deutschland kommt beim Impfen endlich voran. 40 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile mindestens einmal geimpft. Der Rest hofft endlich auf einen Termin. Gesundheitsminister Jens Spahn hat da heute nochmal um Geduld gebeten:

„Wenn Sie unbedingt sauer sein wollen, weil es nicht gleich beim ersten Anruf klappt, dann seien Sie im Zweifel sauer auf mich.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Das ist doch mal ein Wort. Spahn ist sich sicher, dass jeder jetzt sogar schon früher als Ende des Sommers ein Impfangebot bekommt. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reeker hat bei der Pressekonferenz des Robert Koch Instituts heute auch ein positives Fazit der Impf-Aktion in den Hochhaussiedlungen gezogen:

„Schon die Impfaktionen in den ersten beiden Sozialräumen haben gezeigt, dass wir mit diesem mobilen Impfangebot Menschen erreicht haben, für die eine Anmeldung im Impfzentrum oder auch der Besuch bei einem Hausarzt eine hohe Hürde darstellt.“

Henriette Reeker, Oberbürgermeisterin Köln

In den nächsten Wochen soll es darum weitere Impf-Aktionen in den Kölner Brennpunkten geben.

Digitaler Corona-Impfausweis bald auch in Deutschland

Nachdem sich die EU auf einen digitalen Impfausweis geeinigt hat – will jetzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn endlich Gas geben. In den kommenden Wochen soll es den Ausweis geben. Hier wird dann digital erfasst, ob man zum Beispiel geimpft oder genesen ist. Spahn verspricht die Einführung des digitalen Impfausweises bis spätestens Ende Juni. Mit dem digitalen Impfpass soll das Reisen und Urlauben in der EU erleichtert werden, verspricht Spahn:

„Wenn wir es jetzt schaffen als Europäische Union mit 27 Mitgliedsstaaten, dass mit einem QR-Code auf meinem Handy ich in Italien im Restaurant das Ding vorzeige und der QR-Code-Leser in Italien das erkennt als Impfnachweis – oder in Finnland, oder in Portugal – dann ist das weltweit einmalig“.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Apotheker und Praxen sollen bei der Digitalisierung der analogen Impfpässe helfen, so Spahn. Sie sollen die Dokumente auch auf Echtheit prüfen und dafür bezahlt werden.

Erste Öffnungen von Außengastronomie zu Pfingsten

Am bevorstehenden Pfingstwochenende kann man endlich wieder mal einen Kaffee oder Bier im Biergarten genießen. In gut der Hälfte aller kreisfreien Städte und

Kreise in Nordrhein-Westfalen darf die Außengastronomie unter Auflagen wieder öffnen. Allerdings bleibt auch vieles geschlossen. Denn nach Schätzungen des Gaststättenverbandes will gut ein Drittel der Gastronomen nicht öffnen – und hier ist mal nicht der Corona-Virus schuld, sondern das schlechte Wetter.

Impfpass-Betrüger auf dem Vormarsch, sicherer Sommerurlaub: Das Corona Update vom 6. Mai

Es war für Betrüger wohl noch nie so einfach Geld zu verdienen: Man bestellt Impfbücher bei Amazon und fälscht anschließend Arztstempel und Impfstoff-Aufkleber – fertig ist der Impfausweis. Solche Fälschungen werden derzeit besonders beim Nachrichtendienst „Telegram“ angeboten. Ein Anbieter zum Beispiel verkauft einen Pass für 99 Euro. Er wirbt sogar damit, dass Chargennummer und Impf-Datum übereinstimmen und man sich das Impfzentrum aussuchen kann. Den Fälschern wird es besonders einfach gemacht, weil viele in Social Media-Kanälen stolz ihre originalen Impfpässe posten. Die Daten nutzen die Betrüger dann für ihre Fälschungen. Darum der Tipp von Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei: „Wenn man geimpft ist, sollte man nicht den Ausweis stolz in eine Kamera halten. Man sieht, dass Original und Fälschung doch ziemlich gleich sind.“

Die Bundesregierung will darum im Juni gemeinsam mit der EU einen digitalen Impfpass einführen. Wer geimpft ist, bekommt dann einen QR-Code mitdem er den Impfnachweis im Handy speichern kann. Wer noch ein analoges Impfbuch hat, kann die Corona-Impfung vom Arzt oder Apotheker digitalisieren lassen.

Corona-Schutzversicherung für den Urlaub

Da ein Sommer-Urlaub immer wahrscheinlicher wird, bieten viele Reiseanbieter eine vermeintlich sichere Buchung mit einer Corona-Schutzversicherung an. Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland, sagt, dass „zum Beispiel abgesichert ist, dass wenn man aufgrund Corona in Isolation muss, oder aber auch im Urlaub an Corona erkrankt, frühzeitig abreisen oder in Quarantäne muss. Aber: Eine Stornierung, weil man kurzfristig Angst hat zu verreisen, sei dagegen meist nicht abgedeckt.

Influencerin wird von Bali nach Hause geschickt

Das ist wohl nach hinten losgegangen. Nach dem Maskengate der russischen Influencerin Leia Se auf Bali gibts jetzt Konsequenzen. Sie war mit einer aufgemalten OP-Maske im Supermarkt shoppen und fand das total funny. Das Prank-Video ging viral. Die indonesische Regierung allerdings fand das weniger funny sondern ziemlich bescheuert – mit Recht. Darum wurde Leia Se alias „Leisha“ jetzt in den nächsten Flieger zurück nach Moskau geschickt – da half dann auch ein offizielles „sorry“ -Video nichts.

Links:

Maskenprank der Influencerin Leia Se

Lockdown und Oster-Ruhe: Das Corona Update vom 23. März 2021 SONDERAUSGABE

Das war ja mal eine Marathon-Sitzung! Bis tief in die Nacht haben die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin um die neue Corona-Strategie gerungen. Ergebnis: der Lockdown wird wieder verlängert, und zwar bis zum 18. April. Und für die Osterfeiertage wird eine strenge Ruhepause gelten, in der das öffentliche Leben fast komplett heruntergefahren wird.

Ostern wird zur Ruhepause für Deutschland

Das ist wohl der überraschendste Beschluss: Ostern wird eine Ruhephase. Man könnte es auch Knallhart-Lockdown nennen. Das ganze Land soll von Gründonnerstag bis Ostermontag runtergefahren werden. Das Motto laut Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir bleiben zu Hause.“ Heißt: Das wirtschaftliche und private Leben soll ruhen. Bereits geöffnete Außengastronomie muss schließen, es gibt ein Versammlungsverbot. Supermärkte öffnen nur am Karsamstag. Kirchen und andere Religionsgemeinschaften sollen Gottesdienste nur online anbieten. Nach Ostern soll dann verstärkt getestet werden – in Schulen, Kitas und Testzentren.

Es bleibt bei harten Kontaktverbtoten

Die Kontaktbeschränkungen werden Ostern nicht gelockert, so die Kanzlerin: „Private Zusammenkünfte sind in dieser Zeit im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt“. Kinder unter 14 zählen dabei nicht.

Notbremse soll bei Inzident von mehr als 100 gezogen werden

Die vereinbarte Notbremse bei Inzidenzen über 100 soll bundesweit in den betroffenen Regionen umgesetzt werden. Auch für Nordrhein-Westfalen hat das Folgen. Alle bereits umgesetzten Öffnungsschritte werden in NRW zurückgenommen. Ministerpräsident Armin Laschet: „Es bedeutet insbesondere – was besonders bedauerlich ist – „Click and Meet“, also mit einem Termin in einem Laden einkaufen zu können, wird dann zurück genommen werden müssen“.  NRW werd die Notbremse in den kommenden Tagen ein zu eins umsetzen, so Laschet. In Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 sollen die Corona-Beschränkungen sogar nochmal verschärft werden. Zum Beispiel müssen dann Mitfahrer in privaten Autos Masken tragen. Möglich sind auch schärfere Kontaktbeschränkungen und regional beschränkte Ausgangssperren in Hotspots.

Urlaub zu Ostern fällt weitgehend ins Wasser

Ein Punkt über den besonders lange gestritten wurde. Der Urlaub im eigenen Bundesland ist gestrichen und alle, die aus dem Ausland per Flugzeug zurückreisen, müssen sich vor dem Abflug testen lassen. Im Detail erklärte Merkel nach der Bund-Länder-Runde: „Deshalb haben wir mit den Fluggesellschaften vereinbarten, dass Tests von Crew und Passagieren vor dem Rückflug stattfinden“. Besonders die Mallorca-Urlauber will die Kanzlerin im Blick behalten, denn zu groß ist die Angst vor der brasilianischen Mutation, die auf der Insel aufgetaucht ist. Darum arbeitet auch NRW bereits an einem Testkonzept an den Flughäfen. Ministerpräsident Laschet erklärte bereits in der Nacht: „Verkehrsminister Hendrik Wüst hat mit den Geschäftsführern der großen nordrhein-westfälischen Flughäfen gesprochen, um Modalitäten für Testungen nach der Landung jetzt bereits vorzubereiten“. Dass dieser Lockdown nach Ostern endet, ist auch noch nicht ausgemacht. Denn dazu müssten die Inzidenzen deutlich und stabil unter 100 sinken…