Diskussion um Urlaubsrückkehrer: Das Corona Update vom 28. Juni 2021

Am Freitag startet NRW in die Ferien. Viele ziehts in den Süden Europas und da droht vielen Urlaubern Ungemach bei der Rückkehr. Portugal ist jetzt Virus-Mutationsgebiet, verbunden mit einer 14-tägigen Quarantäne bei der Rückkehr. Und auch bei der Wiedereinreise aus anderen Ländern drohen schärfere Regeln. Laut der BILD-Zeitung berät sich Kanzleramts-Chef Helge Braun heute mit den Chefs der Staatskanzleien, um neue Regeln für unseren Urlaub festzulegen.

Quarantäne nach dem Urlaub?

Die DELTA-Variante hat zunehmend das Potential uns den Sommer-Urlaub zu vermiesen. Immer mehr Länderchefs fordern härtere Kontrollen, mehr Tests und strengere Quarantäneregeln bei der Wiedereinreise auch aus normalen Risikogebieten. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei n-tv: „Wir müssen tatsächlich die Impfnachweise und auch die Tests prüfen, die gemacht werden. Wir haben hier ja die besondere Situation, dass wir uns durch den Urlaub ein Problem ins Land holen können, das dann im Herbst viele betrifft.“
Wie schnell das gehen kann, zeigt aktuell ein Fall aus Spanien. Da haben sich fast 850 spanische Schüler nach Abschlussfahrten nach Mallorca infiziert. Allerdings mit der britischen Variante. Carsten Watzl von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie glaubt jedoch, dass die noch ansteckendere Delta-Variante bis Ende Juli über 50% der Infektionen ausmachen wird. Watzl im Zweiten: „Das einzig Gute ist, dass das auf sehr niedrigem Niveau passiert. Das heißt, wir haben aktuell sehr niedrige Inzidenzen. Das heißt, wir haben einen gewissen Puffer und starten sehr niedrig.“
Auch Lauterbach rechnet mit einer Vierten Welle im Herbst. Die Frage sei nur, wie groß sie sein wird. Er fordert darum verpflichtende Tests vor der Rückreise und 5 Tage danach.

Probleme für Fußball-Fans in Wembley

Corona spielt auch im bevorstehenden Länderspielkracher England – Deutschland eine Rolle. Denn auf den Rängen heißt die Begegnung: 40.000 England-Fans gegen 2000 Deutsche. Grund sind die strengen Einreise-Regeln für Fans. Robin Goosens motiviert das aber sogar: „Is immer geil, wenn die Hütte mit eigenen Fans gefüllt ist. Aber, fast genauso geil ist es, wenn das ganze Stadion gegen einen ist und man kann die gegnerischen Fans zum Verstummen bringen…“

Britischer Gesundheitsminister muss zurücktreten

Und wir bleiben noch kurz auf der Insel. Da musste jetzt der Gesundheitsminister zurücktreten – also die britische Ausgabe von Jens Spahn. Der pikante Grund: er hatte trotz Kontaktbeschränkungen, die er selbst verordnet hat, eine enge Mitarbeiterin im Büro geküsst. Blöd nur, dass eine Überwachungskamera das private Techtelmechtel aufgenommen hat: Der Minister dazu schmallippig: „Diejenigen, die die Regeln machen, müssen sie auch einhalten.“
Möglich, dass ihm nach dem politischen „Aus“ jetzt auch noch der Rauswurf zu Hause droht. Hancock ist nämlich verheiratet – oder war es bisher.

Delta-Variante und Kinoöffnungen – Das Corona Update vom 17. Juni 2021

Die sogenannte Delta,-oder auch indische Virus-Variante ist jetzt auch bei uns in NRW nachgewiesen worden. Im Kreis Viersen gibt es eine betroffene Familie. Delta sorgt derzeit auch in Großbritannien für Aufregung und wieder steigende Infektionszahlen.

Delta-Variante auf dem Vormarsch

Vermasselt uns die Delta-Variante den Impferfolg? Wie in Großbritannien? Da steigen die Infektionszahlen wieder stark an. Und auch bei uns breitet sich die indische Virus-Mutation aus. Innerhalb einer Woche hat sich der Anteil an den Infektionen in Deutschland verdoppelt. Noch ist er aber mit 6,2% relativ gering. Die indische Variante gilt als hochansteckend, sie führt zu schwereren Verläufen und die Impfstoffe wirken etwas weniger gut – besonders bei Menschen, die nur einmal geimpft sind. Experte Karl Lauterbach rechnet darum damit, dass sich die indische Variante bis Herbst auch bei uns durchsetzen wird: „Das ist meine Vermutung, dass besonders ungeimpfte und Kinder von der Variante betroffen sein werden (…) aber eine große Welle wird es nicht mehr geben.“

Die Delta-Variante sorgt auch dafür, dass die Regeln bei der Wiedereinreise für Urlaubsrückkehrer erstmal bleiben. Wer aus deinem Risikogebiet zurückkommt muss vor dem Abflug einen negativen Antigen-Test haben. Gesundheitsminister Jens Spahn: „Wir wollen Virusvarianten so lange es geht aus dem Land fernhalten.“

Deswegen soll im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen verstärkt kontrolliert werden.

Rückschlag bei der Impfstoffentwicklung

Rückschlag beim Tübinger Impfstoff-Hersteller Curevac. Der entwickelte Impfstoff ist nur zu 47% wirksam. Die Bundesregierung hatte den Impfstoff fest eingeplant – mit 323 Millionen Dosen bis Ende des Jahres. Trotzdem soll der Rückschlag das Impftempo in Deutschland nicht beeinträchtigen, so ein Sprecher  des Bundesgesundheitsministeriums.

Erste Kinos in NRW machen wieder auf

Popcorn, Eis…Nachos….Heute geht es in einigen Kinos in NRW wieder los. In Köln, Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Neuss und Paderborn öffnen heute erstmals wieder die UCI-Kinos. Es gelten aber ein Hygieneauflagen. Platz nehmen dürfen Getestete, Geimpfte und Genesene. Die Mehrheit der Kinos wartet mit dem Neustart allerdings bis 1. Juli.

Debatte um Ende der Maskenpflicht – Das Corona Update vom 14. Juni 2021

Wie lange sind Corona-Schutzmasken noch nötig – und wo sollten sie getragen werden?. Darüber wird gerade heftig diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält ein schrittweises Ende der Maskenpflicht für denkbar. Das sei möglich, weil die Infektionszahlen stark gesunken seien, sagte er der „Funke Mediengruppe“. 

In Dänemark müssen die Menschen ab heute fast nirgendwo mehr Maske tragen. Die Maskenpflicht ist dort weitgehend aufgehoben. Spahn sagt sinngemäß, man könnte die Pflicht erstmal draußen abschaffen. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht das so ähnlich, sagt aber im ZDF, dass in Schulen wohl noch länger Maske getragen werden muss: „Für das noch laufende Schuljahr wäre es nicht schön, wenn die Kinder sich noch infizieren würden, kurz vor den Sommerferien. Wir müssen davon ausgehen, dass die Inzidenz einfach noch zu hoch ist.“ Auch der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspräsident Meidinger rät vor allem während des Unterrichts zu größtmöglicher Vorsicht. Das Virus ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden.

Digitaler Impfnachweis verfügbar

Seit dem 14. Juni gibt es den digitalen Impfnachweis – zumindest dort, wo es ihn schon gibt. Wer vollständig geimpft ist, kann ihn in Apotheken bekommen, bisher allerdings nur in einigen wenigen. Der Apothekenverband bittet um Geduld, weil es noch nicht überall geht.

Großbritannien muss mit weiteren Lockerungen warten

Die Corona-Beschränkungen in England bleiben wohl doch noch ein paar Wochen bestehen. Eigentlich wollte Premier Johnson am 14. Juni ankündigen, dass sie in einer Woche aufgehoben werden. Daraus wird wohl nichts. Grund ist die Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Sie hat die Corona-Infektionszahlen wieder deutlich nach oben getrieben, obwohl schon über 56 Prozent der Erwachsenen in England vollständig geimpft sind.

Bei uns sieht es dagegen deutlich entspannter aus: Die Infektionszahlen sinken. Zum ersten Mal seit über acht Monaten melden die Gesundheitsämter weniger als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die 7-Tage-Iinzidenz liegt bundesweit bei 16,6.

Kinder sind zurück in den Schulen: Das Corona Update vom 31. Mai 2021

Einige Schüler dürften heute in NRW aufgeregt gewesen sein: Seit heute gibt es wieder ganz normalen Unterricht: „Mit alle-Mann im Klassenraum“ – alle Mitschüler sehen. Nebeneinander im Klassenraum sitzen. Nicht mehr am Computer hängen, um zu lernen.

Endlich wieder „normaler“ Unterricht?

Es ist Monate her, dass sowas selbstverständlich war. Für die restlichen fünf Wochen bis zu den Sommerferien geht es wieder jeden Tag zur Schule. Und das gilt für alle Schulformen. Aber nicht für alle Städte: In Hagen und Remscheid bleibt es erstmal beim Wechselunterricht, weil diese beiden Kommunen noch nicht stabil unter der Inzidenz von 100 liegen. Man muss an fünf Werktagen in Folge unter 100 liegen. Aber das ist auch in den beiden letzten Kommunen nur noch eine Frage der Zeit. Für die Schüler, die wieder täglich zum Unterricht gehen heißt das aber auch – die strengen Hygiene-Regeln mit regelmäßigen Tests und Maskenpflicht – auch im Unterricht gehen weiter. Die Tests wiederum sorgen für neuen Ärger: Ab heute müssen die Schulen den Schülern auch Bescheinigungen über einen negativen Test ausstellen. Das gilt sowohl für die Schnelltests als auch für die PCR-Tests. Das regt die Lehrergewerkschaften auf. Sinngemäß heißt es da: Die Schulen würden als Testzentren missbraucht.

Test-Betrüger sind am Werk

Die Tests sorgen auch auf anderen Ebenen für Ärger: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben über den Betrugsverdacht bei einigen privaten Corona-Teststellen diskutiert. Jetzt soll es strengere und häufigere Kontrollen geben. Offen ist aber, wer die Kontrollen durchführen soll. Die Kommunen, der Bund und die Kassenärztliche Vereinigung schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Einigen Teststellen wird vorgeworfen, deutlich mehr Tests abgerechnet zu haben als tatsächlich durchgeführt wurden – auch bei uns in NRW. Pro Test zahlt der Staat aktuell 18 Euro – auch diese Summe soll auf den Prüfstand, weil die Tests insgesamt billiger geworden sind.  

Warnung vor Langzeitfolgen von Covid-19

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor den Langzeitfolgen nach einer Corona-Erkrankung. Es gebe viele Formen von Long-Covid, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er geht davon aus, dass sich die Zahl der Patienten mit chronischer Erschöpfung verdoppeln könnte – und das werde auch die Arbeitswelt zu spüren bekommen. Betroffene würden womöglich lange nicht so leistungsfähig sein wie früher. Sie würden mehrfach im Jahr ausfallen. 

Zum Schluss dann doch etwas Zuversichtliches: Die Corona-Zahlen sind bundesweit weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut meldet 1.978 Neuinfektionen. Das sind rund 700 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 35.

Impfpriorisierung fällt und Maskenpflicht bei Kindern Das Corona Update vom 18. Mai 2021

Die Fitness-Studios machen ab Freitag unter Auflagen wieder auf – leider erst einmal nur in Bayern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat nämlich heute einige Lockerungen für Bayern angekündigt. Aber wenn „Team Vorsicht“ schon so vorprescht, dann kann es beim Rest der Republik nicht mehr so lange dauern.

Impfpriorisierung ab dem 7. Juni in Deutschland aufgehoben

Ab dem 7. Juni wird der ein oder andere Hausarzt wahrscheinlich eine Woche Urlaub einschieben. Dann endet nämlich die Impfpriorisierung und der „Run“ auf die Hausarztpraxen wird einsetzen. Auch in den Impfzentren darf sich dann jeder um einen Impftermin bewerben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bittet darum schon mal um ein bisschen Geduld:

„Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis schon zu impfen, die geimpft werden wollen, sondern wir werden die Impfkampagne wie geplant bis weit in den Sommer hinein fortsetzen müssen.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Corona-Ausbruch in Velberter Hochhäusern

In zwei Hochhäusern in Velbert hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 19 Bewohner wurden positiv getestet – einer auch auf die besonders ansteckende indische Virus-Variante. Rund 200 Bewohner sind in Quarantäne.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt bei n-tv aber nicht, dass die indische Mutation eine große Gefahr für Deutschland ist. Denn er hat sich die neusten Labordaten aus den USA genau angesehen und ist darum überzeugt,

„dass der Schutz vor schweren Verläufen auch bei den Mutationen, die wir bisher haben, von fast allen Impfstoffen weltweit gewährleistet ist – zumindest von allen, die wir in Deutschland verwenden.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei n-tv

Der Anteil der indischen Variante liegt in Deutschland derzeit bei zwei Prozent, er steigt aber leicht an.

Bald keine FFP2-Maskenpflicht für Kinder und Jugendliche mehr

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren müssen künftig wohl nur noch eine sogenannte OP-Maske tragen – und keine spezielle FFP2-Maske mehr. Laut Bild hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das so für das Infektionsschutz-Änderungsgesetz vorgesehen. Das Gesetz könnte Ende Mai beschlossen werden.

Österreich: Corona-Tests für Touristen

Österreich will den Tourismus mit mehr Tests ankurbeln. Ab nächster Woche können sich Touristen unter anderem in Hotels und Gasthöfen testen lassen. Damit soll dann auch ein spontaner Restaurantbesuch möglich sein.

Pink hat weinseelige Pläne für die Zeit nach Corona

Rockstar Pink hat schon ziemlich exakte Pläne, was sie nach der Corona-Krise machen will – außer Musik. Sie will unbedingt Deutschlands Weinregionen besuchen – sie steht nämlich auf Riesling, seit sie vor einem Konzert in Stuttgart im Lokal eines Weinhändlers war.

Impf-Auffrischungen und Strafen für Impfpass-Fälscher: Das Corona Update vom 17. Mai 2021

Urlaub in Schleswig-Holstein wird wieder möglich, das nördlichste Bundesland lockert die Corona-Verbote. Und wird werden wohl im kommenden Jahr eine Auffrischung der Impfung gegen den Corona-Virus benötigen.

Nach Corona-Lockdown: Schleswig-Holstein öffnet für Touristen

Kurz vor den Pfingst-Ferien lockert Schleswig-Holstein die Corona-Verbote und macht ab heute wieder für Touristen auf. Nun kann man im nördlichsten Bundesland wieder übernachten. Zudem dürfen Restaurants auch die Innenräume öffnen. Allerdings muss man einen negativen Test vorlegen und sich als Tourist alle drei Tage testen lassen. In Baden-Württemberg haben einige Regionen bereits seit dem Wochenende wieder für Touristen geöffnet.

Großbritannien für Deutsche wieder Corona-Risikogebiet

Heute öffnet auch in Großbritannien die Innengastronomie. Auch Theater, Kinos, Hotels, Sportstätten und Museen werden geöffnet. Die Briten dürfen auch wieder verreisen. Die Bundesregierung hat Großbritannien trotzdem wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Grund ist die indische Virus-Variante, die sich dort ausbreitet. Sie soll bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die ohnehin schon hoch ansteckende britische Mutation. Trotzdem gibt Gesundheitsminister Matt Hancock bei Skynews leise Entwarnung. Es gebe erste klinische Daten der Universität Oxford, so Hancock, dass die Impfstoffe auch gegen die indische Mutation wirkten, aber sie sei klar ansteckender und breite sich schnell aus, daher müsse man sehr wachsam sein.

NRW Justizminister spricht sich für harte Strafen für Impfpass-Fälscher aus

Wer einen Impfausweis fälscht, soll künftig härter bestraft werden. Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will sich dafür einsetzen – und zwar beim Treffen mit seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern im Juni. Die Kölner Polizei hat bereits eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet, um Impfpass-Fälscher aufzuspüren. Bei einer Autokontrolle wurden nämlich mehrere gefälschte Blanko-Impfpässe gefunden. Angeblich ausgestellt von einem Kölner Arzt, der inzwischen Anzeige erstattet hat.

2022 werden wohl Auffrischungen der Corona-Impfung nötig

Die ersten Restaurants machen die Außenbereiche auf und das hat offensichtlich auch Einfluss auf die Impfbereitschaft. Die ist nämlich in den vergangenen fünf Monaten deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der über 18-Jährigen wollen sich nach einer Yougov-Umfrage impfen lassen. Derweil zeichnet sich jetzt schon ab, dass im kommenden Jahr wohl eine Auffrischung der Corona-Impfung notwendig ist. Entweder weil der Impfschutz nachlässt oder sich neue Mutationen ausbreiten könnten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach meinte dazu im ZDF:

„Die großen Impfhersteller arbeiten jetzt bereits an einer Veränderung ihrer Impfstoffe. Hier sind auch sogenannte polyvalente Impfstoffe in Vorbereitung. Also Impfstoffe, die gegen viele Varianten gleichzeitig schützen können“.

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, im ZDF

Lauterbach rechnet damit, dass man nach einer Impfung rund sechs Monate immun gegen den Corona-Virus ist.

Betrug in Impfzentren und Impfen in der Dracula-Burg: Das Corona Update vom 11. Mai 2021

Jetzt ist es quasi amtlich: Nachdem gestern bereits Deutschlands Top-Virologe Christian Drosten von einem „guten Sommer“ gesprochen hat, zieht jetzt auch Deutschlands „Top-Warner“ nach. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt auch: „Es wird ein guter Sommer mit vielen Freiheiten“. Lauterbach rechnet damit, dass viele deutsche Regionen bereits Ende Mai eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 erreichen werden.

Markus Söder mit einem ganz menschlichen Corona-Problem

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat heute aus dem Corona-Nähkästchen geplaudert. Dabei hat er auch den Grund verraten, warum er in der Pandemie – na sagen wir – etwas aus der Form geraten ist:

„Mein Schwiegervater war ein großer Grillmeister. Und jetzt bin ich sozusagen der Nachfolger, der Chef-Griller. Und irgendwas hat die Pandemie schon gebracht. Man wird aber auch nicht schlanker davon, das muss man ehrlicherwiese sagen“.

Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Impfzentren melden immer mehr Betrugsversuche und steigende Aggressivität

Viele Impfzentren klagen derzeit über Aggressivität und Betrugsversuche von Vordränglern. Angeblich geht es um mehrere tausend Fälle. Allein in Hamburg sollen innerhalb einer Woche 2.000 Vordrängler versucht haben, sich mit falschen Alters- oder Berufsangaben eine Impfung zu erschleichen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert jetzt Strafen, denn bislang ist Vordrängeln nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit.

Sommerurlaub in Deutschland könnte deutlich teurer werden

Der Sommerurlaub wird in diesem Jahr wohl eine teure Angelegenheit. In Deutschland müssen Mieter einer Ferienwohnung laut einer Holidu-Analyse mit 30 Prozent höheren Preisen rechnen. Mietwagen sind um rund 20 Prozent teurer. Ähnliche Preissteigerungen gibt es auch im beliebten Ferienregionen Europas. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält derweil einen Sommerurlaub auch ohne Impfung für möglich. Zudem könnten sich bis zum Ende der Sommerferien alle Jugendlichen ab 12 Jahren impfen lassen, so Spahn. Er rechne mit der Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Jugendliche Ende Mai / Anfang Juni.

Umfangreiche Lockerungen in Großbritannien

In Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson jetzt umfangreiche Lockerungen für den 17. Mai verkündet. Ab nächsten Montag darf man wieder in Restaurants und Pubs drinnen sitzen, Kinos öffnen, ebenso Hotels, Konzerthallen, Theater und Sportstadien für bis zu 10.000 Besucher. Sogar die letzten beiden Spieltage der Premier League könnten wieder vor Zuschauern stattfinden. Die Inzidenz liegt in Großbritannien bei nur noch 21

Rumänien: Impfen in der Dracula-Burg

Impfwillige werden in Rumänien derzeit mit einem ganz besonderen Goody belohnt. Sie können sich in der Graf Dracula-Burg Bran impfen lassen. Dazu gibts ein Diplom, das den zweifelsfrei vorhandenen Mut bezeugt und man darf gratis den Folterkeller besuchen – na, viel schöner kann Impfen nicht mehr werden…

Infektionsschutzgesetz im Bundestag und Großbritannien kein Risikogebiet mehr: Das Corona Update vom 16. April 2021

Finanzminister Olaf Scholz ist heute mit Astrazeneca geimpft worden. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel soll heute ihre erste Astrazeneca-Dosis gespritzt bekommen. Am Vormittag war Merkel noch im Bundestag und hat die von der Regierung geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes verteidigt.

Merkel wirbt für Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag

Zu Beginn der Bundestags-Sitzung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit sehr eindringlichen Worten vor dem Zusammenbruch des deutschen Gesundheitssystems gewarnt:

„Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen. Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?“

Angela Merkel

Merkel versuchte die Abgeordneten daran zu erinnern, dass nicht die Gesetzesänderung, sondern das Corona-Virus der Feind ist.

„Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten. Das Virus verzeiht kein Zögern.“

Angela Merkel

Trotzdem gab es hitzige Wortgefechte vor allem wegen der vorgesehenen Ausgangssperre ab 21.00 Uhr. Die sieht die Bundes-Notbremse vor für Landkreise und Städte mit einer Sieben-Tages-Inzidenz über 100. Da hatte Karl Lauterbach einen kurzen Auftritt als Stimme der Vernunft. Der Gesundheitsexperte der SPD verwies bei der Diskussion über Ausgangssperren auf die Erfahrungen in anderen Ländern:

„Wir brauchen Pragmatismus und keine gegenseitige Aufklärerei was alles nicht funktioniert. Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschränkung, und nicht -sperre, genutzt hätte“.

Karl Lauterbach

Mit seinem Einwand hat sich Lauterbach an FDP-Chef Christian Lindner gewandt. Lindner mahnte Änderungen an dem Gesetz an, sonst werde die FDP vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

Großbritannien ist aus deutscher Sicht kein Risikogebiet mehr

Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Corona-Lage in Großbritannien katastrophal. Doch mit der Impfkampagne kam die Wende. Inzwischen hat das Land mit die niedrigsten Infektionszahlen in ganz Europa. Deshalb ist Großbritannien aus deutscher Sicht kein Risikogebiet mehr. Damit entfällt für Einreisende aus Großbritannien die Quarantänepflicht. Zwei beliebte Urlaubsregionen in Portugal werden wegen steigender Infektionszahlen dagegen wieder als Risikogebiete eingestuft: Die Algarve und die Azoren im Atlantik. Wer von dort nach Deutschland einreist, muss sich ab Sonntag wieder für zehn Tage selbst isolieren und kann sich erst nach fünf Tagen freitesten.

Laschet verteidigt Brücken-Lockdown und Japaner gegen Terminplanung für Olympia: Das Corona Update vom 12. April 2021

Nach Biontech, Moderna und Astrazenca kann jetzt auch der Impfstoff von Johnson und Johnson in der Europäischen Union verimpft werden. Der Stoff wird ab heute ausgeliefert, gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Anders als die anderen Impfstoffe muss der von Johnson & Johnson nur einmal gespritzt werden.

Laschet verteidigt seinen Vorschlag zu einem Brücken-Lockdown

CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet soll Kanzlerkandidat der Unionsparteien werden, das zumindest wünschen sich die Spitzen der CDU. Aus diesem Anlass hat Laschet seine Idee vom Brücken-Lockdown heute noch mal verteidigt: „Lieber eine kurze, auch harte Periode, als eine wochenlange Hängepartie. So, das ist die Idee, die dahintersteht. Wir würden es in ganz Deutschland brauchen“. Die Bundesregierung will morgen das Infektionsschutzgesetz so ändern, dass es einheitliche Regeln für die Notbremse gibt. Eile wäre geboten, die Neuinfektionen steigen, aber so schnell wird es wohl auch nicht gehen, es gibt Widerstand im Bundestag, in den Ländern und in den Kommunen.

Boris Johnson verschiebt sein erstes Bier im Pub aus Respekt

Zwei Dinge hatte sich Premierminister Boris Johnson vorgenommen, wenn nach Monaten des Lockdowns heute wieder geöffnet wird in England. Er wollte endlich zum Friseur gehen, und Boris Johnson wollte im Außenbereich eines Pubs vorsichtig, aber unwiderruflich ein Bier trinken. Doch daraus wird nichts. Aus Respekt vor dem verstorbenen Ehemann der Queen, Prinz Philipp, hat Johnson sein öffentliches Biertrinken abgesagt. Dank der weit fortgeschrittenen Impfkampagne und dem langen, harten Lockdown hat sich die Corona-Infektionslage in Großbritannien mittlerweile deutlich entspannt. Neben der Außengastronomie dürfen in England wie gesagt jetzt auch wieder Friseure, Geschäfte, Fitnessstudios und Zoos öffnen.

Lauterbach hält Fußball-EM für „verantwortungslos“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist kein Fan davon, die Fußball Europameisterschaft in diesem Sommer durchzuführen. Das wäre „verantwortungslos“ sagte Lauterbach in einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Dabei sorgte er sich vor allem um die Gesundheit der Fußballer. Mit Blick auf die möglichen Langzeitschäden einer Covid-19-Erkrankung, dem sogenannten Long Covid, müsse den Fußballprofis deutlich gemacht werden, dass eine Erkrankung das „sofortige Karriereende bedeuten“ könne. Die UEFA will am kommenden Montag, dem 19. April, entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann.

Mehrheit der Japaner gegen olympische Spiele zum geplanten Zeitpunkt

Und auch das zweite sportliche Großereignis in diesem Jahr steht in der Kritik. Aus Furcht vor einer neuen Corona-Welle ist die große Mehrheit der Japaner, nämlich 72 Prozent, der Meinung es sei besser die olympischen Sommerspiele entweder ein weiteres Mal zu verschieben oder gleich ganz abzusagen. Bislang ist geplant, die Spiele in Tokio am 23. Juli zu eröffnen.

Neuer Lockdown und kein Oster-Urlaub: Das Corona Update vom 19. März 2021

Gute Laune machen die Corona-Zahlen leider seit ein paar Wochen gar nicht mehr. Wir haben heute eine Inzidenz von 95,6. Hamburg hat jetzt die Corona-Notbremse gezogen, dort wurde an drei Tagen nacheinander die 100er Marke gerissen. Ab morgen werden einige Öffnungsschritte in Hamburg wieder zurückgenommen. Wenigstens eine gute Nachricht: Ab heute wird Astrazeneca wieder verimpft.

Astrazeneca wird wieder verimpft

Die EMA hat grünes Licht gegeben: Der Impfstoff Astrazeneca sei sicher, es gibt keine Einschränkungen für bestimmte Personengruppen, nur der Beipackzettel wird jetzt noch ein bisschen länger, um über Risiken in Sachen Thrombose aufzuklären. Und genau an der Stelle melden Forscher jetzt einen Durchbruch. Experten der medizinischen Universität in Greifswald haben offenbar die Ursache für die schweren Hirnthrombosen gefunden, die zum Impfstopp geführt hatten. Das meldet der NDR – und noch besser: Das geeignete Gegenmittel soll auch schon bereitstehen. Demjenigen, der nach einer Impfung mit Astrazeneca Probleme an einer Thrombose erkrankt, dem kann sofort mit diesem neuen Medikament geholfen werden.

Lauterbach: „Wir müssen zurück in den Lockdown“

Die Zahlen sind deutlich, die dritte Welle rollt, und zwar rasant. Wir sind nicht am Anfang, wir sind mittendrin, die Zahlen wachsen exponentiell. Der Vizechef des Robert Koch Instituts, Lars Schade, hat uns schonmal auf weitere harte Wochen

Vorbereitet: „Es ist sehr gut möglich, dass wir um Ostern eine ähnliche Lage haben wie vor Weihnachten, mit sehr hohen Fallzahlen, sehr vielen schweren Verläufen, vielen Todesfällen und Krankenhäusern, die stark belastet sind“. Und die steigenden Zahlen hätten auch nichts damit zu tun, dass mehr getestet wird. Für den SPD- Gesundheitsexperten Karl Lauterbach gibt es nur eine Lösung: „Man kann es drehen und wenden wie man will, wir müssen zurück in den Lockdown“.

Robert Koch Institut mahnt: Über Ostern nicht verreisen

Gut zwei Wochen sind es noch bis Ostern. Die Flieger nach Mallorca sind ausgebucht. Fast zwei Drittel der Deutschen halten es für falsch, dass die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben worden ist sagt, so das Ergebnis einer YouGov-Umfrage. Und hier in Deutschland? Kopfschütteln darüber, dass Urlaub im eigenen Land nicht möglich sein soll. Aber RKI-Vize Lars Schade warnt deutlich: „Ich bitte Sie auch: Verzichten Sie auf Reisen im In- und Ausland. Mobilität und Kontakte sind die Treiber der Pandemie. Wenn an Ostern Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zusammenkommen, könnte die Pandemie zusätzlich angeheizt werden“. Wie, wo und ob wir zu Ostern Urlaub planen können, darüber wird wohl am Montag entschieden bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder.