Infektionsschutzgesetz im Bundestag und Großbritannien kein Risikogebiet mehr: Das Corona Update vom 16. April 2021

Finanzminister Olaf Scholz ist heute mit Astrazeneca geimpft worden. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel soll heute ihre erste Astrazeneca-Dosis gespritzt bekommen. Am Vormittag war Merkel noch im Bundestag und hat die von der Regierung geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes verteidigt.

Merkel wirbt für Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag

Zu Beginn der Bundestags-Sitzung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit sehr eindringlichen Worten vor dem Zusammenbruch des deutschen Gesundheitssystems gewarnt:

„Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen. Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?“

Angela Merkel

Merkel versuchte die Abgeordneten daran zu erinnern, dass nicht die Gesetzesänderung, sondern das Corona-Virus der Feind ist.

„Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten. Das Virus verzeiht kein Zögern.“

Angela Merkel

Trotzdem gab es hitzige Wortgefechte vor allem wegen der vorgesehenen Ausgangssperre ab 21.00 Uhr. Die sieht die Bundes-Notbremse vor für Landkreise und Städte mit einer Sieben-Tages-Inzidenz über 100. Da hatte Karl Lauterbach einen kurzen Auftritt als Stimme der Vernunft. Der Gesundheitsexperte der SPD verwies bei der Diskussion über Ausgangssperren auf die Erfahrungen in anderen Ländern:

„Wir brauchen Pragmatismus und keine gegenseitige Aufklärerei was alles nicht funktioniert. Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschränkung, und nicht -sperre, genutzt hätte“.

Karl Lauterbach

Mit seinem Einwand hat sich Lauterbach an FDP-Chef Christian Lindner gewandt. Lindner mahnte Änderungen an dem Gesetz an, sonst werde die FDP vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

Großbritannien ist aus deutscher Sicht kein Risikogebiet mehr

Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Corona-Lage in Großbritannien katastrophal. Doch mit der Impfkampagne kam die Wende. Inzwischen hat das Land mit die niedrigsten Infektionszahlen in ganz Europa. Deshalb ist Großbritannien aus deutscher Sicht kein Risikogebiet mehr. Damit entfällt für Einreisende aus Großbritannien die Quarantänepflicht. Zwei beliebte Urlaubsregionen in Portugal werden wegen steigender Infektionszahlen dagegen wieder als Risikogebiete eingestuft: Die Algarve und die Azoren im Atlantik. Wer von dort nach Deutschland einreist, muss sich ab Sonntag wieder für zehn Tage selbst isolieren und kann sich erst nach fünf Tagen freitesten.

Laschet verteidigt Brücken-Lockdown und Japaner gegen Terminplanung für Olympia: Das Corona Update vom 12. April 2021

Nach Biontech, Moderna und Astrazenca kann jetzt auch der Impfstoff von Johnson und Johnson in der Europäischen Union verimpft werden. Der Stoff wird ab heute ausgeliefert, gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Anders als die anderen Impfstoffe muss der von Johnson & Johnson nur einmal gespritzt werden.

Laschet verteidigt seinen Vorschlag zu einem Brücken-Lockdown

CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet soll Kanzlerkandidat der Unionsparteien werden, das zumindest wünschen sich die Spitzen der CDU. Aus diesem Anlass hat Laschet seine Idee vom Brücken-Lockdown heute noch mal verteidigt: „Lieber eine kurze, auch harte Periode, als eine wochenlange Hängepartie. So, das ist die Idee, die dahintersteht. Wir würden es in ganz Deutschland brauchen“. Die Bundesregierung will morgen das Infektionsschutzgesetz so ändern, dass es einheitliche Regeln für die Notbremse gibt. Eile wäre geboten, die Neuinfektionen steigen, aber so schnell wird es wohl auch nicht gehen, es gibt Widerstand im Bundestag, in den Ländern und in den Kommunen.

Boris Johnson verschiebt sein erstes Bier im Pub aus Respekt

Zwei Dinge hatte sich Premierminister Boris Johnson vorgenommen, wenn nach Monaten des Lockdowns heute wieder geöffnet wird in England. Er wollte endlich zum Friseur gehen, und Boris Johnson wollte im Außenbereich eines Pubs vorsichtig, aber unwiderruflich ein Bier trinken. Doch daraus wird nichts. Aus Respekt vor dem verstorbenen Ehemann der Queen, Prinz Philipp, hat Johnson sein öffentliches Biertrinken abgesagt. Dank der weit fortgeschrittenen Impfkampagne und dem langen, harten Lockdown hat sich die Corona-Infektionslage in Großbritannien mittlerweile deutlich entspannt. Neben der Außengastronomie dürfen in England wie gesagt jetzt auch wieder Friseure, Geschäfte, Fitnessstudios und Zoos öffnen.

Lauterbach hält Fußball-EM für „verantwortungslos“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist kein Fan davon, die Fußball Europameisterschaft in diesem Sommer durchzuführen. Das wäre „verantwortungslos“ sagte Lauterbach in einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Dabei sorgte er sich vor allem um die Gesundheit der Fußballer. Mit Blick auf die möglichen Langzeitschäden einer Covid-19-Erkrankung, dem sogenannten Long Covid, müsse den Fußballprofis deutlich gemacht werden, dass eine Erkrankung das „sofortige Karriereende bedeuten“ könne. Die UEFA will am kommenden Montag, dem 19. April, entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann.

Mehrheit der Japaner gegen olympische Spiele zum geplanten Zeitpunkt

Und auch das zweite sportliche Großereignis in diesem Jahr steht in der Kritik. Aus Furcht vor einer neuen Corona-Welle ist die große Mehrheit der Japaner, nämlich 72 Prozent, der Meinung es sei besser die olympischen Sommerspiele entweder ein weiteres Mal zu verschieben oder gleich ganz abzusagen. Bislang ist geplant, die Spiele in Tokio am 23. Juli zu eröffnen.

Neuer Lockdown und kein Oster-Urlaub: Das Corona Update vom 19. März 2021

Gute Laune machen die Corona-Zahlen leider seit ein paar Wochen gar nicht mehr. Wir haben heute eine Inzidenz von 95,6. Hamburg hat jetzt die Corona-Notbremse gezogen, dort wurde an drei Tagen nacheinander die 100er Marke gerissen. Ab morgen werden einige Öffnungsschritte in Hamburg wieder zurückgenommen. Wenigstens eine gute Nachricht: Ab heute wird Astrazeneca wieder verimpft.

Astrazeneca wird wieder verimpft

Die EMA hat grünes Licht gegeben: Der Impfstoff Astrazeneca sei sicher, es gibt keine Einschränkungen für bestimmte Personengruppen, nur der Beipackzettel wird jetzt noch ein bisschen länger, um über Risiken in Sachen Thrombose aufzuklären. Und genau an der Stelle melden Forscher jetzt einen Durchbruch. Experten der medizinischen Universität in Greifswald haben offenbar die Ursache für die schweren Hirnthrombosen gefunden, die zum Impfstopp geführt hatten. Das meldet der NDR – und noch besser: Das geeignete Gegenmittel soll auch schon bereitstehen. Demjenigen, der nach einer Impfung mit Astrazeneca Probleme an einer Thrombose erkrankt, dem kann sofort mit diesem neuen Medikament geholfen werden.

Lauterbach: „Wir müssen zurück in den Lockdown“

Die Zahlen sind deutlich, die dritte Welle rollt, und zwar rasant. Wir sind nicht am Anfang, wir sind mittendrin, die Zahlen wachsen exponentiell. Der Vizechef des Robert Koch Instituts, Lars Schade, hat uns schonmal auf weitere harte Wochen

Vorbereitet: „Es ist sehr gut möglich, dass wir um Ostern eine ähnliche Lage haben wie vor Weihnachten, mit sehr hohen Fallzahlen, sehr vielen schweren Verläufen, vielen Todesfällen und Krankenhäusern, die stark belastet sind“. Und die steigenden Zahlen hätten auch nichts damit zu tun, dass mehr getestet wird. Für den SPD- Gesundheitsexperten Karl Lauterbach gibt es nur eine Lösung: „Man kann es drehen und wenden wie man will, wir müssen zurück in den Lockdown“.

Robert Koch Institut mahnt: Über Ostern nicht verreisen

Gut zwei Wochen sind es noch bis Ostern. Die Flieger nach Mallorca sind ausgebucht. Fast zwei Drittel der Deutschen halten es für falsch, dass die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben worden ist sagt, so das Ergebnis einer YouGov-Umfrage. Und hier in Deutschland? Kopfschütteln darüber, dass Urlaub im eigenen Land nicht möglich sein soll. Aber RKI-Vize Lars Schade warnt deutlich: „Ich bitte Sie auch: Verzichten Sie auf Reisen im In- und Ausland. Mobilität und Kontakte sind die Treiber der Pandemie. Wenn an Ostern Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands zusammenkommen, könnte die Pandemie zusätzlich angeheizt werden“. Wie, wo und ob wir zu Ostern Urlaub planen können, darüber wird wohl am Montag entschieden bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder.

Impfstopp und Urlaub auf Mallorca: Das Corona Update vom 16. März 2021

Der Impfstoff mit Astrazeneca erhitzt auch heute weiter die Gemüter. Jetzt kommt raus: Der Impfstopp hatte wohl auch rechtliche Gründe. Denn da es ja eine staatliche Impfkampagne ist, hätten sonst Körperverletzungs-Klagen gedroht. Wie geht es jetzt weiter mit Astrazeneca?

Lauterbach: Hoffnung auf nur kurzen Astrazeneca-Impfstopp

Sieben Thrombose-Fälle nach 1,6 Millionen Impfungen – für viele ist der Astrazeneca-Impfstopp darum vergleichbar mit der Abschaffung von Sicherheitsgurten, weil nach Unfällen vereinzelt blaue Flecken beobachtet wurden. Zu diesen Kritikern des Stopps zählt auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Lauterbach glaubt zwar, dass es einen Zusammenhang zwischen möglichen Thrombosen und Astrazeneca gibt, trotzdem überwiegt für ihn der Nutzen des Impfstoffs: „Ich hoffe, dass es nur eine ganz kurze Prüfung sein wird, so dass wir bereits in der nächsten Woche den Impfstoff wieder einsetzen können. Wenn der Impfstoff nicht zur Verfügung stünde, was ich aber nicht glaube, dann wäre die Impfstrategie über die Hausärzte natürlich ernsthaft gefährdet“. Die Europäische Arzneimittelbehörde will die gemeldeten Problemfälle bis Donnerstag prüfen. Darum wird der für morgen geplante Impfgipfel zwischen Bund und Ländern verschoben bis klar ist, ob Astrazeneca wieder verimpft werden kann.

Söder will Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Auf Mallorca startet der Tourismus – an Nord- und Ostsee ist alles dicht. Finde den Fehler. Übrigens: Den Spaniern geht es auch nicht besser, sie dürfen über Ostern im eigenen Land auch nicht verreisen und sogar ihre Regionen nur in wichtigen Fällen verlassen. TUI hat dagegen das Reiseangebot für Mallorca verdoppelt und bietet jetzt 300 Hin- und Rückflüge an. Aber bevor ihr jetzt schon den feucht-fröhlichen Sangria-Abend plant – den besser auf den Nachmittag verlegen, denn es gibt auf Mallorca immer noch eine Ausgangssperre zwischen 22.00 und 6.00 Uhr. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat heute eine Testpflicht bei Rückkehr ins Spiel gebracht: „Wir hören sogar auch aus Mallorca heraus Sorge, ob da nicht ein zu großer Ansturm der Touristen kommt“, so Söders Begründung. Was den Pfingst- und Sommerurlaub angeht, ist Söder dagegen optimistisch.

Bier unter freiem Himmel: In Großbritannien öffnen bald wieder die Pubs

Da verblasst selbst ein Skandal-Interview von Harry und Meghan: Was den Briten wirklich am Herzen liegt ist die Frage „Wann gibt es wieder Bier in den Pubs?“. Und viele können es offenbar gar nicht mehr erwarten. Laut Pandemieplan dürfen die Pubs ab dem 12. April wieder die Außengastronomie öffnen – und wer Glück hat, bekommt im Herbst noch einen Platz. Es ist nämlich schon heute bis dahin alles ausgebucht. Na dann Cheers!

Corona Update – Der Podcast: 9. März 2021

Ja, auch wenn sie klein sind, müssen sie eine Maske tragen: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat heute bestätigt, dass auch Grundschüler im Unterricht eine Maske tragen müssen. Geklagt hatten ein Zweitklässler aus Bielefeld und ein Erstklässler aus Köln. Sie sahen ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt.

Experte: Allergiker sollten auch draußen eine Corona-Maske tragen

Auch das noch: Wer Pollenallergiker ist, kann sich nach einer aktuellen Studie leichter mit Corona infizieren. Die Studie der TU München zeigt einen Zusammenhang zwischen Pollenflug und Infektionszahlen. Aber man kann sich als Allergiker auch schützen, sagt Experte Dr. Christoph Specht bei n-tv: „Pollenallergiker sollten dann auch draußen eine Maske aufziehen, denn auch eine simple Maske kann Pollen tatsächlich sehr effektiv abhalten“.

Ab April sollen auch die Hausärzte gegen Corona impfen

Es sind noch knapp drei Wochen – dann soll endlich mehr Impfstoff anrollen. 20 Millionen Dosen pro Monat verspricht die EU. Darum sollen die Hausärzte ab April flächendeckend mitimpfen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Die Impfreihenfolge soll bleiben, aber die Hausärzte sollen selbst entscheiden, wer auf Basis der Empfehlungen der Ständigen Impf-Kommission die Impfung bekommt. Nach einer Modellrechnung der Kassenärztlichen Vereinigung könnten bis zum 1. August alle die wollen geimpft sein – wenn es genug Impfstoff gibt.

Im Sauerland öffnen die Skilifte

Wer will, kann sich doch noch im Sauerland die Skier unterschnallen. Heute öffnen die Lifte in Winterberg. Allerdings muss man vorher online ein Ticket und einen Termin buchen. Beim Anstehen und während der Fahrt mit dem Lift gilt Maskenpflicht.

Studie: Bekannte Impfstoffe auch gegen brasilianische Mutation wirksam

Gute Nachrichten gibt es auch in Sachen Wirksamkeit von Impfstoffen. Die Impfstoffe von Biontech / Pfizer und Astrazeneca wirken laut einer neuen, vorläufigen Studie auch gegen die brasilianische Mutation P1. Diese hatte zuletzt Experten beunruhigt, weil sie ansteckender und damit gefährlicher ist als zum Beispiel die in Europa vorherrschende britische Virus-Mutation. Die brasilianische Mutation ist bereits vereinzelt in Deutschland nachgewiesen worden.

Brandenburg legt eigene Inzidenz-Obergrenze fest

Eine Knaller-Idee hatte jetzt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Der hat für sein Bundesland mal eben die festgelegte Inzidenz-Obergrenze von 100 auf 200 Infektionen hochgesetzt. Ab 100 greift in den Bundesländern eigentlich die Notbremse und die Lockerungen müssen dann wieder zurückgefahren werden. SPD- Gesundheitsexperte Karl Lauterbach twittert dazu: „Euer Ernst? Das ist mittelgradig unglaublich….“

Corona Update – Der Podcast: 8. März 2021

Ja, es gibt sie noch – die guten Nachrichten in der Corona-Pandemie. Die Kriminalität in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Um ein Prozent … immerhin. Stark gestiegen ist dagegen die Internetkriminalität.

Kommen die Corona-Lockerungen zu früh?

Heute starten die ersten Lockerungen der Corona-Verbote in Nordrhein-Westfalen. Zwei Haushalte mit fünf Personen dürfen sich treffen, Termin-Shopping ist möglich und Gartenmärkte, Zoos, Museen und Kosmetikstudios können wieder aufmachen. Eigentlich sollte das alles durch die drei wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Pandemie abgesichert werden: Impfen, Testen, digitale Apps. Das alles funktioniert ja gerade „bestens“ bei uns. Darum fürchtet SPD-Gesundheits-Experte Karl Lauterbach auch einen Anstieg der Infektionszahlen bis April und damit erneute Beschränkungen und Verbote.

Ab heute sind kostenlose Corona-Tests möglich

Ab heute darf sich auch jeder einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Nur geht das gar nicht überall. Denn es gibt zu wenig Corona-Schnelltests und vielerorts noch keine Infrastruktur. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, im Zweiten: „Personell, organisatorisch, vom Arbeitsschutz her sind das natürlich noch einmal ganz andere Anforderungen und Herausforderungen, die wir hier leisten müssen“. Auch in Nordrhein-Westfalen fehlen noch Schnelltest-Stationen – übernehmen sollen das künftig unter anderem Ärzte, Apotheken, medizinische Labore, und Rettungs- und Hilfsorganisationen Aber beim Thema Teststrategie naht ja auch Hilfe des neuen Dream-Teams – die „Taskforce Spahn-Scheuer“ soll es richten

CDU / CSU unter Druck: Der Fall Nüßlein und Löbel

Womit wir beim nächsten Skandal sind. Zwei Unions-Politiker sollen bei der Beschaffung von Masken selbst abkassiert haben. Nikolas Löbel und Georg Nüßlein sind bereits aus der Bundestags-Fraktion ausgetreten, Nüßlein will aber vorerst Bundestagsabgeordneter bleiben – wäre ja blöd, wenn die Rentenansprüche verfallen. Das kritisiert CSU-Chef Markus Söder jetzt im Zweiten: „Besser und konsequenter wäre es, noch das Mandat abzugeben, denn auch da entsteht der Eindruck „Warum jetzt noch drei, vier Monate das Mandat behalten“, möglicherweise aus anderen Motiven“. Während Löbel die Provisionszahlung in Höhe von 250.000 Euro einräumt, streitet Nüßlein die Vorwürfe ab. Löbel hat inzwischen auch reagiert und auch sein Bundestagsmandat niedergelegt.

Großbritannien: Freiwillige werden für Studie mit Corona infiziert

In Großbritannien hat jetzt eine Studie mit 90 Freiwilligen begonnen. Sie lassen sich freiwillig mit einer niedrigen Dosis Corona-Viren infizieren. So wollen die Wissenschaftler die künftige Entwicklung von Impfstoffen verbessen. Es ist weltweit die erste Studie dieser Art. Die Probanden werden zur Sicherheit rund um die Uhr von Medizinern überwacht.

Corona Update – Der Podcast: 18. Februar 2021

Corona Update – der Podcast – 13. November 2020