Impfpriorisierung aufgehoben, Impfstoff bleibt knapp: Das Corona Update vom 7. Juni 2021

Die gute Nachricht – seit heute gibt es keine Impfpriorisierung mehr. Jeder der will, kann sich ab sofort gegen Corona impfen lassen, unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen oder Systemrelevanz. Auch für Kinder ab zwölf Jahren können nun Impftermine vereinbart werden. Die schlechte Nachricht – es gibt nach wie vor keinen Impfstoff. Das ist wie Freibier für alle rufen, wenn die Fässer leer sind. Trotzdem theoretisch kann jetzt jeder bei Impfzentren, Ärzten und Betriebsärzten einen Impftermin vereinbaren. Vom Bundesgesundheitsministerium kommt die Schätzung, bis Mitte Juli würden 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland geimpft sein.

Spahns Maskenaffäre bringt Bundesgesundheitsminister in Erklärungsnot

Wie schnell doch aus einer, auf den ersten Blick noblen Geste, ein Skandal werden kann – an Obdachlose und Menschen mit Behinderung Masken zu verteilen das ist ein anständiger Zug denkt man. Wenn sich dann aber herausstellt, dass es sich dabei um minderwertige Masken handelt, entsteht der Eindruck hier könnte ein Fehleinkauf von unzertifizierten Masken an arglose Bedürftige verramscht worden sein, Das wäre dann mindestens schäbig. Jedenfalls ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mal wieder in Erklärungsnot geraten. Aber erklären kann er ja immer ganz gut: „Sie sind sicher. Sie haben keine EU-Zertifizierung aber sie sind beim Infektionsschutz sicher und das ist das Entscheidende um das es geht.“

Die Masken seien also völlig in Ordnung gewesen, und im übrigen sei die Verteilaktion gar nicht auf seinem Mist gewachsen sagte Spahn. „Es war übrigens eine Idee des Arbeitsministeriums selbst, in einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen“, so der Gesundheitsminister.

Testbetrug? Zahlen an durchgeführten Tests deutlich gesunken

Noch was aus der Kategorie „Na, guck mal einer an“: Seit gegen einen Testcenter-Betreiber wegen möglichen Betrugs bei der Abrechnung von Corona-Tests ermittelt wird, sind die gemeldeten Zahlen an Tests „deutlich eingebrochen“. Das steht in einem Bericht des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums an den Landtag. Die Schlussfolgerung des Ministeriums-Berichts: „Dies deutet durchaus auf ein tatsächlich illegales Vorgehen hin“. Entweder das, oder es handelt sich um einen echt witzigen Zufall. Vor rund einer Woche haben Reporter aufgedeckt, dass in manchen Testzentren wesentlich mehr Tests abgerechnet wurden als Kunden da waren. Zwei Firmenverantwortliche sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Diskussion um Kinder-Impfung: Das Corona Update vom 26. Mai 2021

Die Corona-Zahlen bei uns sinken immer weiter: Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf 46,8 gefallen. Damit liegen wir bundesweit zum ersten Mal seit Oktober unter der Marke von 50 Neu-Infektionen.

Gestern keine Corona-Toten in NRW

Auch bei uns in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Neuinfektionen weiter gesunken. Das Robert-Koch-Institut meldet eine landesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 51,6 für NRW. Und laut RKI wurde kein Todesfall registriert. 22 der 53 Kreise und Städte im Land liegen aktuell unter einer Inzidenz von 50. Aber Vorsicht: Wegen Pfingsten sind die Zahlen weniger verlässlich: An Feiertagen lassen sich weniger Menschen testen. 

Corona-Forschung: Kinder verbreiten weniger Aerosole als Erwachsene

Kinder verbreiten beim Sprechen und Singen viel weniger Aerosole als Erwachsene. Das haben Wissenschaftler der Charité und der Technischen Universität Berlin jetzt festgestellt. Fazit: Die Anzahl der feinsten Schwebeteilchen, die ein Mensch ausstößt, hängt stark von der Lautstärke ab. Wenn ein Kind spricht, stößt es so viele Aerosole aus, wie ein Erwachsener beim Atmen. Beim Singen stoßen Kinder so viel aus, wie ein Erwachsener beim Sprechen. Diese Erkenntnis wiederum – sagen die Wissenschaftler – lasse beim Singen in der Schule und in Kinderchören mehr Spielraum zu.

Gastronomen gegen harte Corona-Auflagen in Innenräumen

Die Gastronomen in Nordrhein-Westfalen sind unzufrieden. Das hat damit zu tun, dass die Corona-Schutz-Verordnung bei uns besonders streng ist, wenn es um die Abstandsregeln für Drinnen geht. Das Land hat verfügt, dass zwischen den Tischen ein Abstand von 2 Metern eingehalten werden muss. In anderen Bundesländern sind es nur 1 Meter 50. Der Hotel- und Gaststättenverband hat so laut gemeckert, dass das Gesundheitsministerium in Düsseldorf diese Regel jetzt überprüfen will.

Weiter Diskussion um Impfung für Kinder und Jugendliche

Wann sollen Schüler gegen Corona geimpft werden – das ist eine Frage, die schon länger diskutiert wird. Die Ständige Impfkommission, die Stiko, ist da eher vorsichtig. Stiko-Mitglied Rüdiger von Kries sagte dem RBB: Momentan wisse man kaum etwas über die Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bei Kindern. Bei unklarem Risiko gebe es vorerst keine Impf-Empfehlung, sagte er sinngemäß. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern streben an, Kindern ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen. Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn sagte bei RTL, er wolle daran auch festhalten. Darüber soll auch morgen diskutiert werden, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder sich wieder mal zum Impfgipfel zusammenschalten. Nach jetzigem Stand wird es aber wohl keine Massenimpfungen bei Minderjährigen geben. 

USA machen weiter Tempo bei der Corona-Impfung

Und zum Schluss noch ein Blick in die USA: Dort ist inzwischen die Hälfte aller Erwachsenen vollständig geimpft. 130 Millionen Menschen innerhalb von fünf Monaten. Dort kann man sich in Apotheken im Rathaus ohne Termin impfen lassen. Bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli will US-Präsident Joe Biden 70 Prozent aller Erwachsenen geimpft haben.

War es doch ein Laborunfall? Das Corona Update vom 25. Mai 2021

58,4 – das ist die heutige Inzidenz in Deutschland. Bundesweit sind wir also weiter auf einem guten Weg, wenn man die Zahlen so sieht. Letzte Woche Dienstag war die Zahl noch bei 79,5. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir ein langes Wochenende hatten und deswegen auch weniger Neuinfektionen gemeldet wurden. Aber wir haben einfach mal die Hoffnung, dass trotz der Öffnungen von Außen- und Innengastronomie die Zahlen weiter runtergehen und nicht steigen.

FDP und Linke fordern konkrete Schritte für niedrige Inzidenz im Sommer

Die 35er-Schwelle bei der Sieben-Tage-Inzidenz dürfte, wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht, gerne diesen Sommer konstant unterboten werden. Er hatte der Bild am Sonntag als Zielmarke für Lockerungen im Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt. Dafür bekommt er aber nun Kritik von der FDP- und Linksfraktion. Sie fordern konkrete Problemlösungen anstatt „schwurbeliger Ankündigungen“. Die Probleme lägen bei Impfstoffmangel, schlechten Testsituationen in Schulen und Wechselunterricht.

Mehrheit der Deutschen für baldige Rückkehr zum Präsenz-Unterricht an den Schulen

Apropos Wechselunterricht. Der würde nach dem Wunsch von fast zwei Dritteln der Deutschen bald vorbei sein. Das hat eine Civey-Umfrage für die FDP ergeben. Deutliche Mehrheit der Befragten wünscht sich demnach eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht – wenn Test- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

USA: Hinweise auf Labor-Unfall als Quelle der Corona-Pandemie

Und zum Schluss kommt wie fast so häufig nochmal Donald Trump um die Ecke. Der Ex-US-Präsident hat den Corona-Virus ja schon während seiner Amtszeit als „China-Virus“ betitelt. Er wollte damals schon seine Theorie untermauern, das Virus entstamme aus einem Labor-Unfall. Jetzt bekommt er tatsächlich Unterstützung für die Theorie. Selbst US-Chef-Virologe Fauci schließt nicht mehr aus, dass ein Laborunfall am Virusforschungsinstitut von Wuhan den Corona-Virus hat entstehen lassen. In einer Zeitschrift antwortet er auf die Frage, ob er an eine natürliche Entstehung des Virus glaube, dass er nicht mehr davon überzeugt sei und die Herkunft weiter untersucht werde.

Der digitale Impfpass kommt: Das Corona Update vom 21. Mai 2021

Mit einer Corona-Impfung zum Millionen-Gewinn: Das ist jetzt Im US-Bundesstaat New York möglich. Dort werden Menschen nämlich ab Montag mit Lotterie-Tickets zur Impfung gelockt. Wer sich impfen lässt, bekommt ein Ticket geschenkt. Damit kann man dann Beträge zwischen 20 und 5 Millionen Dollar gewinnen.

Zahl der Corona-Geimpften in Deutschland steigt

Deutschland kommt beim Impfen endlich voran. 40 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile mindestens einmal geimpft. Der Rest hofft endlich auf einen Termin. Gesundheitsminister Jens Spahn hat da heute nochmal um Geduld gebeten:

„Wenn Sie unbedingt sauer sein wollen, weil es nicht gleich beim ersten Anruf klappt, dann seien Sie im Zweifel sauer auf mich.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Das ist doch mal ein Wort. Spahn ist sich sicher, dass jeder jetzt sogar schon früher als Ende des Sommers ein Impfangebot bekommt. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reeker hat bei der Pressekonferenz des Robert Koch Instituts heute auch ein positives Fazit der Impf-Aktion in den Hochhaussiedlungen gezogen:

„Schon die Impfaktionen in den ersten beiden Sozialräumen haben gezeigt, dass wir mit diesem mobilen Impfangebot Menschen erreicht haben, für die eine Anmeldung im Impfzentrum oder auch der Besuch bei einem Hausarzt eine hohe Hürde darstellt.“

Henriette Reeker, Oberbürgermeisterin Köln

In den nächsten Wochen soll es darum weitere Impf-Aktionen in den Kölner Brennpunkten geben.

Digitaler Corona-Impfausweis bald auch in Deutschland

Nachdem sich die EU auf einen digitalen Impfausweis geeinigt hat – will jetzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn endlich Gas geben. In den kommenden Wochen soll es den Ausweis geben. Hier wird dann digital erfasst, ob man zum Beispiel geimpft oder genesen ist. Spahn verspricht die Einführung des digitalen Impfausweises bis spätestens Ende Juni. Mit dem digitalen Impfpass soll das Reisen und Urlauben in der EU erleichtert werden, verspricht Spahn:

„Wenn wir es jetzt schaffen als Europäische Union mit 27 Mitgliedsstaaten, dass mit einem QR-Code auf meinem Handy ich in Italien im Restaurant das Ding vorzeige und der QR-Code-Leser in Italien das erkennt als Impfnachweis – oder in Finnland, oder in Portugal – dann ist das weltweit einmalig“.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Apotheker und Praxen sollen bei der Digitalisierung der analogen Impfpässe helfen, so Spahn. Sie sollen die Dokumente auch auf Echtheit prüfen und dafür bezahlt werden.

Erste Öffnungen von Außengastronomie zu Pfingsten

Am bevorstehenden Pfingstwochenende kann man endlich wieder mal einen Kaffee oder Bier im Biergarten genießen. In gut der Hälfte aller kreisfreien Städte und

Kreise in Nordrhein-Westfalen darf die Außengastronomie unter Auflagen wieder öffnen. Allerdings bleibt auch vieles geschlossen. Denn nach Schätzungen des Gaststättenverbandes will gut ein Drittel der Gastronomen nicht öffnen – und hier ist mal nicht der Corona-Virus schuld, sondern das schlechte Wetter.

Biergärten vor der Öffnung: Das Corona Update vom 20. Mai 2021

Das Pfingstwochenende steht vor der Tür. In Nordrhein-Westfalen machen sich viele Wirte bereit für eine Öffnung der Außengastronomie. Und: In Deutschland wird über eine Corona-Impfpflicht für Kinder diskutiert.

Viele Öffnungen zu Pfingsten in NRW erwartet

Vielleicht war es ja dieses Mal rechtzeitig. Die EU hat bei Biontech / Pfizer groß eingekauft. 1,8 Milliarden Impfstoff-Dosen. Darin enthalten sind Dosen für Kinder und Auffrischungsimpfungen für Erwachsene. Während dessen kärchern viele Gastronomen in Nordrhein-Westfalen schonmal ihre Terrassen. Denn zum Start des Pfingstwochenendes können in gut der Hälfte der Regionen NRWs die Außengastronomie sowie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze unter Auflagen öffnen. Münster könnte am Freitag sogar die erste Stadt sein, in der die Innengastronomie öffnen darf. Die Inzidenz liegt in Münster unter 50.

Open Air-Veranstaltungen in NRW für den Spätsommer erwartet

Stehen wir im Spätsommer wieder in den Innenstädten vor Open Air-Bühnen – im Idealfall mit einem Bier in der Hand? Könnte sein. Denn NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kann sich dann erste regionale Volksfeste unter freiem Himmel vorstellen. Allerdings müssten sich die Infektionszahlen weiter so gut entwickeln und es muss nach Laumanns Vorstellungen ein Hygiene-Konzept und Kapazitätsgrenzen geben.

Diskussion um Corona-Impfpflicht für Kinder

Noch gibt es ja keinen Impfstoff für Kinder. Aber dafür eine Diskussion um eine mögliche Impfpflicht – wie etwa bei Masern. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht ist aber dagegen. Sie setzt darauf, dass sich Kinder freiwillig impfen lassen. Außerdem sei die Corona-Infektion nicht vergleichbar mit Masern, so Lambrecht

Britische Regierung prüft dritte Impfung zum Schutz vor Corona-Mutationen

Die indische Virus-Mutation breitet sich in Großbritannien weiter aus. Bislang gibt es 3.000 bestätigte Fälle. Das sind fast 30 Prozent mehr als noch zu Beginn der Woche. Nach ersten Beobachtungen wirken die Impfstoffe nur eingeschränkt gegen die indische Variante – sie würden aber auch nicht vollständig versagen, so die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Uniklinik Frankfurt. In Großbritannien fällt auf, dass besonders Ungeimpfte gefährdet sind, sagt Gesundheitsminister Hancock. Fast 90 Prozent der Krankenhauspatienten hätten keine zweite Impfung. Das zeige, wie wichtig die doppelte Impfung ist. Die britische Regierung will jetzt mit einer Studie untersuchen, wie effektiv sogar eine dritte Auffrischungs-Impfung im Kampf gegen Mutationen sein kann.

Zurück in die Schulen: Das Corona Update vom 19. Mai 2021

Pünktlich zum Pfingstwochenende lockern einige Nachbarländer die Corona-Verbote. In Österreich öffnen heute die Cafés und Restaurants auch die Innenbereiche. Zudem sind Hotelübernachtungen wieder unter Auflagen erlaubt. In Frankreich startet heute die Außengastronomie. Am 9. Juni sollen dann auch die Innenräume geöffnet werden.

Aufzuhebende Impfpriorisierung: Ärzte mahnen zu Geduld

Ab 7. Juni, darf sich ja jeder impfen lassen. Die Impfpriorisierung fällt dann weg. Doch das sorgt weiter für heftige Diskussionen. Denn nicht wenige fürchten ein „Hauen und Stechen“ in den Praxen, um an einen Impftermin zu kommen. Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz wiederholte im ZDF bereits mehrfach geäußerte Beobachtungen von Medizinern:

„Der Druck auf die niedergelassenen Ärzte, die Praxen, das wirklich robuste Auftreten, das Einfordern in den Impfzentren, das wird stärker.“

Eugen Brysch von der Stiftung Patientenschutz im ZDF

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte heute, dass jeder, der ab dem 7. Juni geimpft werden will, Geduld mitbringen muss:

„Nicht jeder Bundesbürger kann ab dem 7. Juni am nächsten Tag eine Impfung haben. Aber die Wartezeit, die dann noch ansteht, die ist sehr überschaubar.“

Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Digitale Impfpässe wollen die Hausärzte aber nur für die eigenen Patienten ausgeben. Praxen seien schließlich keine Bürgerämter, so KBV-Chef Gassen.

Laschet: Alle Schüler in NRW ab dem 31. Mai wieder in die Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern gedämpft. Die Impfstoffentwicklung werde wohl noch etwas dauern. 

Trotzdem sollen in Nordrhein-Westfalen alle Schüler ab dem 31. Mai landesweit wieder zurück in die Schule. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet heute angekündigt. Der Präsenzunterricht gilt für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Fußball EM: Toni Kroos geht es schon etwas besser

Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat sich aus der Quarantäne gemeldet. Er habe sich bei seiner Frau mit dem Corona-Virus angesteckt, so Kroos in seinem Podcast – so weit gehe es ihm aber gut:

„Also das Fieber ist ein bisschen runter. Ich kann nicht versprechen, dass das nicht noch einmal kommt. Insgesamt ist es schon so, dass ich schlapp bin, also man merkt das schon. Es bleibt dabei: Ich kann das keinem weiterempfehlen“.

Toni Kroos, EM-Spieler

Bleibt noch eine wichtige Frage zu klären. Ist womöglich die EM-Teilnahme des Chefstrategen der Nationalmannschaft in Gefahr? Dazu Kroos:

„Auf jeden Fall werde ich natürlich bereit sein. So viel kann ich schon mal sagen“:

Toni Kroos, EM-Spieler

Impfpriorisierung fällt und Maskenpflicht bei Kindern Das Corona Update vom 18. Mai 2021

Die Fitness-Studios machen ab Freitag unter Auflagen wieder auf – leider erst einmal nur in Bayern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat nämlich heute einige Lockerungen für Bayern angekündigt. Aber wenn „Team Vorsicht“ schon so vorprescht, dann kann es beim Rest der Republik nicht mehr so lange dauern.

Impfpriorisierung ab dem 7. Juni in Deutschland aufgehoben

Ab dem 7. Juni wird der ein oder andere Hausarzt wahrscheinlich eine Woche Urlaub einschieben. Dann endet nämlich die Impfpriorisierung und der „Run“ auf die Hausarztpraxen wird einsetzen. Auch in den Impfzentren darf sich dann jeder um einen Impftermin bewerben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bittet darum schon mal um ein bisschen Geduld:

„Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis schon zu impfen, die geimpft werden wollen, sondern wir werden die Impfkampagne wie geplant bis weit in den Sommer hinein fortsetzen müssen.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Corona-Ausbruch in Velberter Hochhäusern

In zwei Hochhäusern in Velbert hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 19 Bewohner wurden positiv getestet – einer auch auf die besonders ansteckende indische Virus-Variante. Rund 200 Bewohner sind in Quarantäne.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt bei n-tv aber nicht, dass die indische Mutation eine große Gefahr für Deutschland ist. Denn er hat sich die neusten Labordaten aus den USA genau angesehen und ist darum überzeugt,

„dass der Schutz vor schweren Verläufen auch bei den Mutationen, die wir bisher haben, von fast allen Impfstoffen weltweit gewährleistet ist – zumindest von allen, die wir in Deutschland verwenden.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei n-tv

Der Anteil der indischen Variante liegt in Deutschland derzeit bei zwei Prozent, er steigt aber leicht an.

Bald keine FFP2-Maskenpflicht für Kinder und Jugendliche mehr

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren müssen künftig wohl nur noch eine sogenannte OP-Maske tragen – und keine spezielle FFP2-Maske mehr. Laut Bild hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das so für das Infektionsschutz-Änderungsgesetz vorgesehen. Das Gesetz könnte Ende Mai beschlossen werden.

Österreich: Corona-Tests für Touristen

Österreich will den Tourismus mit mehr Tests ankurbeln. Ab nächster Woche können sich Touristen unter anderem in Hotels und Gasthöfen testen lassen. Damit soll dann auch ein spontaner Restaurantbesuch möglich sein.

Pink hat weinseelige Pläne für die Zeit nach Corona

Rockstar Pink hat schon ziemlich exakte Pläne, was sie nach der Corona-Krise machen will – außer Musik. Sie will unbedingt Deutschlands Weinregionen besuchen – sie steht nämlich auf Riesling, seit sie vor einem Konzert in Stuttgart im Lokal eines Weinhändlers war.

Impf-Auffrischungen und Strafen für Impfpass-Fälscher: Das Corona Update vom 17. Mai 2021

Urlaub in Schleswig-Holstein wird wieder möglich, das nördlichste Bundesland lockert die Corona-Verbote. Und wird werden wohl im kommenden Jahr eine Auffrischung der Impfung gegen den Corona-Virus benötigen.

Nach Corona-Lockdown: Schleswig-Holstein öffnet für Touristen

Kurz vor den Pfingst-Ferien lockert Schleswig-Holstein die Corona-Verbote und macht ab heute wieder für Touristen auf. Nun kann man im nördlichsten Bundesland wieder übernachten. Zudem dürfen Restaurants auch die Innenräume öffnen. Allerdings muss man einen negativen Test vorlegen und sich als Tourist alle drei Tage testen lassen. In Baden-Württemberg haben einige Regionen bereits seit dem Wochenende wieder für Touristen geöffnet.

Großbritannien für Deutsche wieder Corona-Risikogebiet

Heute öffnet auch in Großbritannien die Innengastronomie. Auch Theater, Kinos, Hotels, Sportstätten und Museen werden geöffnet. Die Briten dürfen auch wieder verreisen. Die Bundesregierung hat Großbritannien trotzdem wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Grund ist die indische Virus-Variante, die sich dort ausbreitet. Sie soll bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die ohnehin schon hoch ansteckende britische Mutation. Trotzdem gibt Gesundheitsminister Matt Hancock bei Skynews leise Entwarnung. Es gebe erste klinische Daten der Universität Oxford, so Hancock, dass die Impfstoffe auch gegen die indische Mutation wirkten, aber sie sei klar ansteckender und breite sich schnell aus, daher müsse man sehr wachsam sein.

NRW Justizminister spricht sich für harte Strafen für Impfpass-Fälscher aus

Wer einen Impfausweis fälscht, soll künftig härter bestraft werden. Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will sich dafür einsetzen – und zwar beim Treffen mit seinen Kollegen aus den anderen Bundesländern im Juni. Die Kölner Polizei hat bereits eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet, um Impfpass-Fälscher aufzuspüren. Bei einer Autokontrolle wurden nämlich mehrere gefälschte Blanko-Impfpässe gefunden. Angeblich ausgestellt von einem Kölner Arzt, der inzwischen Anzeige erstattet hat.

2022 werden wohl Auffrischungen der Corona-Impfung nötig

Die ersten Restaurants machen die Außenbereiche auf und das hat offensichtlich auch Einfluss auf die Impfbereitschaft. Die ist nämlich in den vergangenen fünf Monaten deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der über 18-Jährigen wollen sich nach einer Yougov-Umfrage impfen lassen. Derweil zeichnet sich jetzt schon ab, dass im kommenden Jahr wohl eine Auffrischung der Corona-Impfung notwendig ist. Entweder weil der Impfschutz nachlässt oder sich neue Mutationen ausbreiten könnten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach meinte dazu im ZDF:

„Die großen Impfhersteller arbeiten jetzt bereits an einer Veränderung ihrer Impfstoffe. Hier sind auch sogenannte polyvalente Impfstoffe in Vorbereitung. Also Impfstoffe, die gegen viele Varianten gleichzeitig schützen können“.

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, im ZDF

Lauterbach rechnet damit, dass man nach einer Impfung rund sechs Monate immun gegen den Corona-Virus ist.

Leichtere Einreise und mehr Lockerungen: Das Corona Update vom 12. Mai 2021

Die Zahlen sinken, die Corona-Verbote werden nach und nach zurückgefahren. Das betrifft zum Beispiel die Einreise nach Deutschland. Aber auch in vielen deutschen Städten und Regionen werden die Freiheitsrechte nach und nach wieder in Kraft gesetzt.

Bundesregierung lockert die Einreise-Beschränkungen

Die Bundesregierung hat neue, bundesweite Einreiseregeln für Reisende und Urlauber beschlossen. Nachweislich komplett Geimpfte und Genesene bis maximal sechs Monate nach der Infektion müssen sich nicht mehr testen lassen oder in Quarantäne wenn sie aus Risikogebieten zurückkommen. Allerdings bleibt es bei der Testpflicht vor der Einreise, wenn man nicht geimpft oder genesen ist. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt dazu:

„Bei Risikogebieten kann direkt nach der Einreise durch eine Negativtestung, die aktiv nachgewiesen werden muss, die aber auch online hochgeladen werden kann bei der Einreise-Anmeldung, die Quarantäne verkürzt werden, was insbesondere auch für manche Eltern, die mit Kindern reisen, eine Lösung ist.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Für das Freitesten aus der Quarantäne reicht ein Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist – oder ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Reisende aus einem Hochrisiko- oder Mutationsgebiet müssen dagegen weiter nach der Einreise in Quarantäne.

Immer mehr Lockerungen in verschiedenen deutschen Städten und Regionen

Heute wird in Soest gelockert. Cafés und Restaurants öffnen ihre Außenbereiche für angemeldete Gäste mit negativem Test und vollständig Geimpfte. Möglich macht das ein Modellprojekt. Auch in anderen Regionen wird wieder aufgemacht. In Hamburg fällt die Ausgangssperre weg. In Schleswig-Holstein werden die Regeln ab Montag gelockert, vor allem im Tourismus und in der Gastronomie. Mecklenburg-Vorpommern öffnet die Gastronomie ab Pfingstsonntag. Touristen dürfen ab dem 7. Juni unter Auflagen wieder Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen.

Drosten: Wer sich nicht impfen lässt wird sich infizieren

Deutschlands Top-Virologe Christian Drosten schätzt, dass die Bevölkerung in Deutschland erst in eineinhalb Jahren immun gegen das Corona-Virus sein wird. Wer sich gegen eine Impfung entscheide, werde sich bis dahin sicher infizieren. Das sieht auch Gesundheitsminister Jens Spahn ähnlich:

„Eigentlich haben wir genau eine Wahl: Entweder wird man geimpft oder man wird infiziert. Jeder wird dieses Virus erleben.“

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Der Virus werde sich auch im bevorstehenden Herbst und Winter weiter verbreiten und auch zu schweren Verläufen auf den Intensivstationen führen, so Drosten im NDR-Podcast.

Gute Aussichten für den Sommer und Lockerungen in Europa: Das Corona Update vom 10. Mai 2021

Die Zahl der Intensivpatienten geht wieder zurück. Momentan sind es 4.600 in Deutschland. Im April waren es noch rund 5.000. Die dritte Welle scheint also auch hier gebrochen. Trotzdem trauen selbst Experten dem Sinkflug der Corona-Zahlen noch nicht über den Weg.

Drosten: „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland“

Maximale Verwirrung herrscht heute in Corona-Deutschland. Während „Team Vorsicht“ Markus Söder bei Bild eine Lockdown-Verlängerung bis in den Juli nicht ausschließt mit den Worten:

„Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei“,

Markus Söder, Ministerpräsident Bayern, bei BILD

spricht „Team Übervorsicht“ Chef-Virologe Christian Drosten im ZDF gar von einem guten Sommer:

„Ja, der Sommer kann ganz gute werden in Deutschland. Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig wirklich Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“.

Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité, im ZDF

Worin sich beide wiederum einig sind: Trotz weiter sinkender Infektionszahlen dürfe man jetzt nicht zu unvorsichtig öffnen. Allenfalls Außengastronomie und Grillen mit Freunden seien eine Option. Das sieht auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn so:

„Das Gefühl ist im Augenblick besser als die Lage. Und es gibt Zuversicht. Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden. Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen als die meisten anderen Länder mit deutlich höheren Impfquoten gelockert haben“.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Darum drückt Jens Spahn weiter aufs Impftempo.

Priorisierung bei Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben

Ein Drittel der Deutschen sind mindestens einmal geimpft. Heute wurde die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson aufgehoben. Eingesetzt werden soll er aber nur bei Menschen über 60. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere mit Johnson & Johnson impfen lassen – genauso wie bei Astrazeneca.

Spanien und Großbritannien lockern Corona-Verbote

Ein Blick ins Ausland. In Spanien haben am Wochenende Tausende das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Man darf im Land reisen, die Außengastronomie öffnet teils bis Mitternacht, und Ausgangssperren fallen vielerorts weg – allerdings nicht auf Mallorca. Hier schließt die Gastronomie weiter um 22.30 Uhr. Lockerungen sind auch in Großbritannien und Frankreich geplant. In Frankreich öffnet die Außengastronomie am 19. Mai und in Großbritannien will die Regierung Zitat „vertraute Kontakte“ wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben – na darauf werden sich die eher berührungsempfindlichen Briten besonders freuen…

Italienerin bekommt sechsfache Dosis Biontech-Impfstoff

Und zum Schluss. Eine Italienerin hat versehentlich die sechsfache Dosis des Biontech- Impfstoffs gespritzt bekommen – also ein komplettes Fläschchen. Es geht der 23-Jjährigen aber gut. Und das Virus wird um diese Frau künftig wohl einen besonders großen Bogen machen.